„Wir müssen aufpassen, dass wir nicht zu kurz springen“

Dienstag, 15.11.2016 18:20 von

Der Leiter des Lenkungskreises der Plattform Industrie 4.0 und scheidender Siemens-Technologievorstand spricht zum Auftakt des IT-Gipfels im Interview über Schwächen der deutschen Wirtschaft und seine eigene Zukunft.

Siegfried Russwurm leitet den Lenkungskreis der Plattform Industrie 4.0. Der Zusammenschluss aus Politik, Verbänden und Unternehmen soll gemeinsam Standards für die Industrie 4.0 erarbeiten und die deutsche Wirtschaft bei dem Thema voranbringen.

Herr Russwurm, wie steht es um die deutsche Wirtschaft beim Thema Industrie 4.0?Ich glaube, dass wir ganz vernünftig unterwegs sind. Aber es bleibt natürlich auch noch eine ganze Menge zu tun. 

Wo gibt es noch Defizite?Die Zusammenarbeit zwischen Industrie und angewandter Forschung muss besser werden. Wir müssen aber auch ganz konsequent das Thema Weiterbildung anpacken. Und wir müssen aufpassen, dass wir nicht zu kurz springen.Wie meinen Sie das?Es geht nicht nur darum, Produkte und Prozesse zu digitalisieren und ansonsten alles zu machen wie bisher. Die Digitalisierung erlaubt eben auch, Angebote und Prozesse sehr grundsätzlich zu verändern. Dafür braucht es dann neue Geschäftsmodelle – und das ist manchmal schwerer, als die reinen technischen Voraussetzungen, die wir auch schaffen müssen.Wünschen Sie sich dabei mehr Unterstützung von der Politik?Ich glaube, wir können uns über mangelnde Unterstützung der Politik nicht beschweren. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat die Plattform Industrie 4.0 mal Politikberatung in Echtzeit genannt. Als Industrievertreter kann ich bestätigen: Wir werden gehört mit unseren Anliegen und Vorschlägen.

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