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"Wir kennen die Krise ja schon"

Mittwoch, 15.02.2017 16:41 von

Die Übernahmegerüchte durch Peugeot (Peugeot Aktie) befeuern die Unsicherheit unter den Opel-Arbeitern in Rüsselsheim. Von der Konzernspitze fühlen sich viele im Stich gelassen.

Die Nachricht, dass es seinen Arbeitsplatz womöglich bald nicht mehr geben könnte, erreichte Roland Zimmer, 61, per Smartphone. Der stämmige Arbeiter mit dem weißen Ziegenbart schraubte gerade im Opel-Werk in Rüsselsheim an der Elektronik eines Wagens, als seine Kollegen wild mit ihren Handy herumfuchtelten und auf die Displays deuteten: “Drohende Opel-Übernahme durch Peugeot.” Ein Schlag in die Magengrube für Zimmer, der seit 41 Jahren in diesem Werk arbeitet.

24 Stunden nach der Hiobsbotschaft steht Zimmer am Mittwoch vor dem Rüsselsheimer Werkstor 60, blinzelt skeptisch in die strahlende Sonne und weiß noch immer nicht, was er von der Schlagzeile aus dem Smartphone halten soll. “Wir hören nur Gerüchte. Gesagt hat uns keiner was. Selbst der Betriebsrat soll ja überrascht gewesen sein”, sagt Zimmer. 

Mürrisch sind auch die Gesichter von Zimmers Kollegen, die an diesem frühen Nachmittag aus dem Werkstor 60 strömen. Die Unsicherheit über die Nachricht, dass Peugeot ihren Arbeitgeber womöglich von der derzeitigen Mutter General Motors (General Motors Aktie) übernehmen könnte, sitzt tief. Auf der anderen Seite des Geländes, im Hauptgebäude, ist während ihrer Schicht die Chefin von General Motors, Mary Barra, eingetroffen. Was Barra mit den Rüsselsheimer Managern bespricht, davon ist zu den Arbeitern nichts durchgedrungen. „Bei uns war sie jedenfalls nicht“, sagt einer von ihnen. Es klingt wie eine Mischung aus Scherz und Wut. 

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