"Wir haben in 44 Jahren immer die Inflationsrate geschlagen"

Donnerstag, 22.09.2016 15:40 von

Sieben offene Immobilienfonds werden noch aufgelöst. Der "Hausinvest" der Commerz Real ist hingegen gestärkt durch die Finanzkrise gekommen. Commerz-Real-Chef Andreas Muschter erklärt den Erfolg.

WirtschaftsWoche: Herr Muschter, der mehr als elf Milliarden Euro schwere Immobilienfonds HausInvest der Commerz Real ist fast zu einem Viertel in britische Immobilien investiert. War der Brexit ein Schock?Andreas Muschter: Als überzeugter Europäer war ich über das Ergebnis der Abstimmung überrascht und enttäuscht. Aber hinsichtlich unseres Fonds hat uns das nicht unvorbereitet getroffen. Wir sichern unser Immobilienvermögen ohnehin gegen Währungsschwankungen zu fast 100 Prozent ab, da wir ein Euro-Sondervermögen sind und alle Immobilien in Euro bewerten müssen. Auch nach dem Brexit-Votum haben wir jeden Tag eine positive Entwicklung im Fonds gehabt, es gab keine negativen Effekte.Der britische Immobilienmarkt gilt aber als überteuert, etliche Firmen könnten London den Rücken kehren. Ist das nicht riskant?Die Übertreibungen der vergangenen zwei, drei Jahre werden jetzt zurückgenommen oder kommen zum Stillstand. In unseren Immobilienbewertungen haben wir diese aber ohnehin nicht mitgemacht, sondern langfristig bewertet. Dass sich das Pfund auf einem niedrigeren Niveau stabilisiert hat, ist für unsere Shopping-Center – vor allem Westfield in London - vielmehr ein Vorteil. Der Publikumsverkehr nimmt dank internationaler Kundschaft sogar zu. Außerdem laufen unsere Mietverträge im Durchschnitt sieben Jahre, folglich sind unsere Einnahmen gesichert. Aber mit 24 Prozent des Fondsvolumens sind wir in Großbritannien auch ausreichend engagiert, das galt vor der Brexit-Entscheidung genauso wie heute. Wir haben keine Bestrebung, unser Portfolio zu verkleinern, kaufen aber auch nichts.

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