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„Wir dürfen TTIP nicht beerdigen“

Mittwoch, 16.11.2016 16:00 von

Der AmCham-Präsident ist überzeugt: Ein Freihandelsabkommen hilft Europa wie den USA. Im Interview spricht er zudem über die transatlantischen Beziehungen, seine Erwartungen an Trump und die Spaltung Amerikas.

Seit 2013 ist Mattes Präsident der American Chamber of Commerce in Germany, kurz „AmCham“. Im Hauptberuf Chef der Kölner Ford-Werke, ist er ein überzeugter Transatlantiker und kämpft für das geplante amerikanisch-europäische Freihandelsabkommen TTIP.

Herr Mattes, für den künftigen US-Präsidenten Trump gilt: Amerika zuerst – auch in der Wirtschaftspolitik. Was bedeutet das für die deutsche Wirtschaft?  Ich kann nur hoffen, dass er sich die Fakten der US-Wirtschaft ansieht und deren internationale Verflechtung registriert. Deutsche Unternehmen beschäftigen in den USA über 600.000 Menschen. Für uns sind gute Beziehungen zwischen beiden Ländern enorm wichtig. 

 Wie soll man mit dem Freihandelsabkommen TTIP weiter verfahren? Trump lehnt es ab. Ein Freihandelsabkommen zwischen Europa und den USA hilft beiden Wirtschaftsblöcken. Das brauchen wir in einer globalen Welt. Doch ich bin auch nicht blauäugig. Wir werden bis zum Ende der Obama-Administration am 20. Januar 2017 kein Ergebnis bei TTIP haben. Ich kann mir vorstellen, dass man in Zukunft langsamer an die Sache herangeht, aber man darf sie nicht beerdigen. Die Republikaner sind dem Freihandel zugewandt. Trump müsste also seine eigene Partei auf einen neuen Kurs bringen, wenn er TTIP wirklich nicht mehr wollte. 

 Warum legen die Börsen zu, wenn die Wirtschaftspolitik Trumps so schlimm ist? Die Börsen glauben, dass die US-Wirtschaft von Trumps Präsidentschaft profitiert. Es gehen auch viele Experten davon aus, dass Trumps Politik am Ende nicht so rigide sein wird, wie er im Wahlkampf verkündet hat. Vielleicht nicht in der Freihandelspolitik, aber bei den geplanten Milliarden-Investitionen in die Infrastruktur. Das könnte der Wirtschaft erst mal einen positiven Schub versetzen.

 

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