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Windkraft hat eine gute Zukunft

Dienstag, 18.10.2016 06:00

Kommentar von Jens Gravenkötter

Lieber Leser,

Es gibt zwar Probleme im Energiebereich, aber Windkraftanlagen leiden darunter deutlich weniger als Hersteller von Solarkraftwerken oder gar das Geschäft mit konventioneller Stromerzeugung.

Die Zukunftsaussichten für Nordex sind gut

Im Vergleich mit vielen Konkurrenten ist Nordex gut aufgestellt. Der Konzern hat prall gefüllte Auftragsbücher und somit gute Zukunftsaussichten. Das Engagement des deutschen Primus erstreckt sich mittlerweile über den gesamten Globus, vor allem dank des Kaufs der spanischen Acciona Windpower. Vor dem Kauf war Nordex vor allem in Europa tätig; jetzt ist das Unternehmen weltweit aktiv mit besonderen Wachstumsambitionen in den USA, Mexiko, Lateinamerika, Südafrika und Indien. Die Übernahme beginnt sich auszuzahlen. Die Zahlen für das 1. Halbjahr lassen bereits einen erheblich höheren Anteil der neuen Märkte beim Ausbau des Neugeschäfts erkennen. Acciona Windpower hat bereits im 2. Quartal einen Anteil von 53,6% am Neugeschäft erreicht. Durch zahlreiche langfristig ausgelegte Großprojekte ist das Wachstum zunächst gesichert. Die großen Projekte finden ab 2017 vor allem in den USA, Chile, Irland und Südafrika statt. In letzter Zeit kam es dabei für Nordex zu einer Flut neuer Aufträge. Weitere Engagements sind deshalb nicht auszuschließen. Das wird sich in der Bilanz allerdings erst im Geschäftsjahr 2017 bemerkbar machen.

Vestas Wind im Aufwind

Auch Vestas Wind Systems profitiert vom allgemeinen Windkraft-Stimmungshoch. Mit der Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms sorgte der Vorstand im August für weiter steigende Kurse. Bis Jahresende sollen dafür bis zu 400 Mio € ausgegeben werden. So erreichte der Aktienkurs den höchsten Stand seit dem Jahr 2008. Die Zahlen für das 2. Quartal verhalfen ebenfalls zu diesem Erfolg. Der Auftragsbestand belief sich auf 18,1 Mrd €, wobei für 8,2 Mrd € Windkraftturbinen bestellt worden sind und für 9,9 Mrd € Dienstleistungen. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 46%. Das um Sondereffekte bereinige Ergebnis vor Zinsen und Steuern erhöhte sich um 57%. Der Vorstand hob die Ziele für das Gesamtjahr an.

PNE Wind will die Wende schaffen

Dagegen mussten die Aktionäre von PNE Wind in den letzten Jahren einiges durchmachen. Der Kurs sackte um mehr als ein Drittel in die Tiefe. Ein Machtkampf unter den Aktionären hat das Image des Windparkprojektierers schwer beschädigt. Jetzt soll die Wende kommen. Der Hauptgrund dafür ist das Portfolio. Der Eigenbestand von bereits in Betrieb oder in Bau befindlichen Parks liegt bei 142,5 MW. Zwei Drittel der Anlagen sind in Betrieb, der Rest befindet sich im Bau. Das Management hat mit der Vermarktung begonnen.

Liquiditätsprobleme bei SolarWorld

SolarWorld hat mit weltweiten Überkapazitäten bei Solarmodulen und dem damit einhergehenden Preisdruck zu kämpfen. Dabei sind die USA als wichtigster Einzelmarkt für SolarWorld bedeutend. Hier hat das Unternehmen allerdings einen schweren Stand. Aus einem Rechtsstreit in den USA mit einem großen Siliziumzulieferer drohen dreistellige Millionenzahlungen. Der Konzern beteuert zwar, dass selbst im Falle einer Verurteilung das Urteil in Deutschland nicht anwendbar wäre. Doch die Anleger sahen das anders und schickten die Aktie auf Talfahrt. Jetzt zahlt der schwer angeschlagene Solarmodule-Hersteller aufgelaufene Zinsen für Anleihen erst zu einem späteren Zeitpunkt zurück. Die Nennwerte beider Anleihen wurden dadurch um die bis zum 29. September 2016 aufgelaufenen Zinsbeträge erhöht. Damit werden die Zinsen erst am Fälligkeitstag der Anleihe (Laufzeitende) zurückgezahlt.

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