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Wie US-Forscher VW auf die Schliche kamen

Sonntag, 18.09.2016 11:40 von

Dass der VW-Skandal aufflog, ist maßgeblich einer kleinen Gruppe engagierter Forscher zu verdanken. Nachdem US-Behörden den Betrug über Jahre nicht bemerkt hatten, brachten ihre Testergebnisse die Ermittlungen in Gang.

Es ist nur ein kleiner Auftrag, nichts Besonderes. Daniel Carder hat keine Ahnung, dass diese Studie ihn einmal berühmt machen und Europas größten Autobauer Milliarden kosten wird. Er und sein Team von Abgas-Forschern an der West Virginia University (WVU) denken sich erst nichts Großes dabei, als sie für die Umweltorganisation ICCT den Schadstoffausstoß einiger Dieselwagen unter die Lupe nehmen. Doch sie stolpern dabei mehr oder weniger zufällig über einen der größten Skandale der Industriegeschichte.

Von Februar bis April 2013 untersuchen Carder und seine Leute drei Modelle: einen VW Jetta und Passat sowie einen X5-SUV von BMW (BMW Aktie). Das Ergebnis ist ein Schock. Bei den Dieselwagen von Volkswagen (VW Aktie) ist der Ausstoß des Schadstoffs Stickoxid bis zu 35-fach höher als zulässig. Deutsche Ingenieurskunst hin oder her - hier scheint etwas nicht zu stimmen. Bei VW ahnt man es zu diesem Zeitpunkt zwar noch nicht. Doch das größte Debakel für den Konzern überhaupt hat gerade begonnen.

Rund sechseinhalb Jahre zuvor in Wolfsburg: In der VW-Entwicklungsabteilung startet im November 2006 die Arbeit am neuen Dieselmotor EA 189, später hausintern auch „Generation 1“ oder kurz „Gen 1“ genannt. So jedenfalls wird es hinterher ein Insider den US-Ermittlern schildern. Das Projekt ist auch als Eckpfeiler für eine groß angelegte Offensive in den USA eingeplant, mit der VW dort endlich den Markt erobern und am Erzrivalen Toyota vorbeiziehen will.

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