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Wie geht Europa mit Rechtspopulisten um?

Dienstag, 06.09.2016 09:00 von

Trotz des guten Ergebnisses der AfD in Schwerin bleibt die Regierungsverantwortung in weiter Ferne – niemand will ihr koalieren. Unsere Korrespondenten berichten, wie andere Länder mit populistischen Parteien umgehen.

Die AfD ist bei der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern aus dem Stand die zweitstärkste Kraft geworden. Doch die anderen Parteien hatten bereits vor der Wahl die Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen Partei ausgeschlossen. Generell setzen die etablierten Parteien in Deutschland auf scharfe Kritik und Ausgrenzung der „Alternative für Deutschland“.

Doch wie sieht die Lage in anderen europäischen Ländern aus? Wie gehen bürgerliche Parteien mit ihren populistischen Konkurrenten um? Haben sie überhaupt die Chance, sie zu ignorieren oder sind sie für den Machterhalt schon unabdingbar? Die Handelsblatt-Korrespondenten berichten.

Front National in Frankreich: Zwischen Erfolgen und AusgrenzungDie Front National ist ein altbekanntes Phänomen in Frankreich. Die Partei wurde 1972 von Jean-Marie Le Pen gegründet, seit 2011 ist seine Tochter Marine Le Pen die Chefin. Die Front National (FN) wurde jahrelang beschimpft, ausgegrenzt und von anderen Parteien als radikal dargestellt. Dennoch ist die FN schon seit den 80er Jahren in Frankreich auf dem Vormarsch.Die Partei gewann in Teilen der Bevölkerung so große Zustimmung, dass die Präsidentschaftswahl 2002 zum Schock für die Franzosen wurde: Jean-Marie Le Pen kam in die Stichwahl, unterlag dann aber haushoch Jacques Chirac, der mehr als 80 Prozent der Stimmen erhielt.

Danach versuchte Marine Le Pen, die Partei zu entdämonisieren: Sie verzichtete auf die derben, rassistischen Sprüche ihres Vaters, um die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen. An den Inhalten hielt sie dagegen fest. Die Strategie ging auf: Marine Le Pen und die FN gewannen an Zustimmung – vor allem in Regionen Frankreichs, die ärmer sind und wo der Ausländeranteil hoch ist.

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