Wie Airbnb den Rassismus besiegen will

Freitag, 09.09.2016 05:00 von

AirBnB will bei seinen Vermietern gegen Diskriminierung jeglicher Art vorgehen und so den Kunden die Angst nehmen, unverhofft ohne Bleibe auf der Straße zu enden. Sonst könnte es Probleme mit dem Börsengang geben.

Mit gezückter Kreditkarte und Personalausweis lässt sich an jeder Hotelrezeption leicht ein Zimmer buchen. Genauso einfach geht das online oder über ein Reisebüro. Anders ist es bei der Mitwohn- und Hotelersatzplattform AirBnB. Dort muss sich ein Kunde bewerben, sich von seiner besten Seite präsentieren und dann hoffen, dass er vom Vermieter akzeptiert wird. Das gelingt bei weitem nicht jedem.

Ein mehrfach ergänztes Arbeitspapier von Wissenschaftlern der Harvard-Universität hatte Ende 2015 eine Diskussion über dieses Auswahlprozedere richtig in Fahrt gebracht. Die Untersuchung hatte eine weit verbreitete Diskriminierungspraxis unter AirBnB-Vermietern dokumentiert. Schon ein afro-amerikanisch klingender Name verringerte demnach die Aussichten auf eine erfolgreiche Buchung.

Dazu kam die Praxis, Facebook-Profile und Portrait-Fotos mit einzubinden. Fotos machen schnell eine Person sympathisch oder unsympathisch, ohne dass man auch nur das Geringste über diesen Menschen weiß. Zum Vergleich: In Kalifornien sind zum Beispiel Portraitfotos und Altersangaben bei Bewerbungen um eine Anstellung grundsätzlich verboten. Einladungen zu Vorstellungsgesprächen sollen nur nach Qualifikation vorgenommen werden. Also das komplette Gegenteil der Praxis von AirBnB.

Diese teilweise subtile, manchmal aber auch ganz unverhohlen zur Schau gestellte Diskriminierung nach Hautfarbe, Geschlecht, sexueller Orientierung, Alter oder wegen Behinderungen wird für das mit rund 25 Milliarden Dollar (Dollarkurs) bewertete Start-up zu einem immer größeren Problem. AirBnB muss seinen Kapitalgebern beweisen, dass es zu einer weltweit agierenden Übernachtungsalternative zu Hotelketten wie Hilton oder Hyatt werden kann. Sonst wird das nichts mit einem milliardenschweren Börsengang.

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