Wie afrikanische Betrüger von ihrem Image profitieren

Freitag, 09.09.2016 17:20 von

E-Mails in Englisch versprechen viel Geld – und trotz fadenscheiniger Lügenmärchen erbeuten Betrüger viel Geld. Häufig stecken Nigerianer dahinter. Sie profitieren vom schlechten Ruf ihres Landes.

Die E-Mails kommen meist in schlechtem Englisch und versprechen viel Geld – sehr viel Geld, das nach einem neuen Besitzer sucht. Oft braucht der neue Brieffreund nur das Bankkonto des Angeschriebenen, um dort angeblich einen Geldbetrag zu deponieren – und verspricht, für diesen Gefallen großzügig zu zahlen, wie es in der Mail heißt. Stattdessen wird der Betrüger wenig später das ihm offerierte Bankkonto plündern oder im voraus Gebühren für seine vermeintliche Einzahlung geltend machen, die dann aber nie erfolgt.

Obwohl Nigeria seit Jahrzehnten als Quelle solch dummdreister Betrügereien weltweit bekannt ist und immer wieder vor der Praxis gewarnt wird, versuchen viele der Ganoven erst gar nicht, ihre Herkunft zu verschleiern. Der Grund dafür dürfte denkbar einfach sein: Gerade die Dreistigkeit, mit der er seinen Betrug einfädelt, garantiert dem Betrüger, dass ihm am Ende auch wirklich nur die Leichtgläubigsten ins Netz gehen. Schon leise Zweifler werden für gewöhnlich wegen der überdeutlich betrügerischen Absichten umgehend abgeschreckt.

So oder sehr ähnlich dürfte es sich auch in dem jüngsten Betrugsfall verhalten haben, bei dem ein 40-jähriger Nigerianer Hunderte von Menschen weltweit mit einem eigentlich sehr einfach erkennbaren Online-Trick um Millionen von Dollar (Dollarkurs) erleichtert hat. Vor kurzem wurde der als „Mike“ bekannte Mann in der nigerianischen Stadt Port Harcourt verhaftet. Vermutlich steckt er hinter Betrügereien, die sich inzwischen auf als 60 Millionen Dollar (umgerechnet 54 Millionen Euro) summieren. In einem Fall hat ein besonders leichtgläubiges Opfer ihm angeblich 15 Millionen Dollar überwiesen.

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