Top-Thema

Wette auf Agro

Mittwoch, 14.09.2016 22:20 von

Mit der Übernahme von Monsanto (Monsanto Aktie) verlagert Bayer (Bayer Aktie) sein Geschäft auf die Agrarmärkte. Das ist Teil der Strategie des Vorstandsvorsitzenden Werner Baumann – doch sie trägt mehrere Risiken. Ein Kommentar.

Es war ein hartes Stück Verhandlungsarbeit, aber am Ende hat es sich ausgezahlt. Sofern die Kartellbehörden nicht doch noch einen Strich durch die Rechnung machen, dürfte die heute unterzeichnete Fusionsvereinbarung mit Monsanto für Bayer den Weg zur Übernahme des amerikanischen Saatgutriesen ebnen. Bayer-Vorstandsvorsitzender Werner Baumann hat sich mit seiner geschickten und disziplinierten Strategie durchgesetzt und ist seinem Ziel, einen führenden integrierten Saatgut- und Pflanzenschutz-Konzern zu schaffen, einen Riesenschritt näher gekommen.

Dass er seine ursprüngliche Offerte von 122 Dollar (Dollarkurs) je Monsanto-Aktie am Ende nur um knapp fünf Prozent aufstocken musste, kann man als klaren Erfolg für den Bayer-Chef werten. Immerhin waren die Befürchtungen anfangs groß, dass er Monsanto nur mit Preisen von deutlich mehr als 130 Dollar erobern könnte und der Gesamtpreis damit die nun vereinbarten rund 66 Milliarden Dollar noch übersteigen würde. Vor diesem Hintergrund ist die Erleichterung bei Investoren durchaus nachvollziehbar.

Bei allem Aufatmen über die Konditionen sollte man indessen nicht übersehen, dass es sich letztlich nur um einen Etappensieg für Baumann und seine Führungscrew handelt – und dies nicht nur, weil die kartellrechtlichen Genehmigungen noch ausstehen.

Erst in den nächsten Jahren wird sich zeigen, ob Bayer aus der Transaktion tatsächlich die versprochenen operativen und finanziellen Vorteile herausholen kann. Die Integration von Monsanto wird komplexer sein als alles, was Bayer bisher bewältigt hat.

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.