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Werder-Trainer sucht die goldene Mitte

Montag, 13.02.2017 15:34 von

Für Manager Frank Baumann war die Schuldfrage nach dem 0:1 gegen Borussia Mönchengladbach eindeutig geklärt. Werder Bremens Geschäftsführer geißelte mit scharfer Wortwahl die Einstellung der Profis. Trainer Alexander Nouri dagegen nahm der Boss erklärtermaßen aus der Schusslinie, sprach dem Fußballlehrer zumindest im Hinblick auf die bevorstehende Partie in Mainz trotz vier Niederlagen in Serie das Vertrauen aus. Für den Coach dennoch eine heikle Situation, nicht nur wegen des Punktestandes. Nouri muss nun nicht zuletzt im Umgang mit der Mannschaft die passende Tonart finden zwischen berechtigter Kritik und notwendiger Rückendeckung.

Während Baumann den Verweis einiger Profis auf fehlendes Selbstvertrauen nach dem missratenen Start ins Jahr 2017 als "Alibi" abkanzelt, sagt Nouri: "Dass die Ergebnisse Verunsicherung auslösen, ist menschlich und erklärbar." Und während Baumann gnadenlos mangelnde Leistungsbereitschaft anprangerte, behauptet Nouri: "Bemüht waren alle."

Der Trainer, das liegt auf der Hand, muss gerade jetzt auch bei jeder öffentlichen Äußerung aufpassen, die Gefolgschaft seiner Profis nicht zusätzlich aufs Spiel zu setzen. Die Hauptverantwortung für die durchaus riskante und umstrittene Taktik mit Dreierabwehrkette und frühem Pressing trägt schließlich kein anderer als er. Gleichzeitig ist sein persönliches Standing als Newcomer im Profibereich nach nur 16 Punkten aus 17 Partien nachvollziehbar wacklig, öffentlich wie intern. Die nächste Niederlage könnte das Aus für den 37-Jährigen bedeuten, von einer Vertragsverlängerung über die Saison hinaus gar nicht erst zu reden.

Wählt Nouri jetzt einen defensiveren Ansatz?

Immerhin: Mit seiner aktuellen Position zwischen Baum und Borke hat sich Nouri arrangiert. "Ich arbeite voller Energie und Überzeugung sehr intensiv und gerne mit der Mannschaft - solange man mich lässt." Diese Professionalität wirkt nicht aufgesetzt, sondern in der Tat ganz schmerzfrei. Ob er die weiterhin betonte "volle Überzeugung von unserem Weg" auch mit nach Mainz nimmt oder in seinem möglichen "Schicksalsspiel" doch einen defensiveren Ansatz wählt als zuletzt, bleibt eine spannende Frage.

Jüngst schien Nouri die verunsicherten Profis mit seinen hochtrabenden taktischen und fußballerischen Ansprüchen zu überfordern. Zieht er nun auf Gedeih und Verderb seinen Stil durch - oder passt er die eigenen Überzeugungen an? Auch hier wird er wohl die viel zitierte "goldene Mitte" finden müssen.

Grillitsch und Bargfrede kehren zurück

Zurückgreifen kann der Coach wohl bald wieder auf die beiden Mittelfeldspieler Florian Grillitsch und Philipp Bargfrede. Erstgenannter soll am Dienstag ins Training einsteigen, bei Bargfrede wird mit einer Rückkehr Mitte der Woche gerechnet. "Die Schulterverletzung bei Florian ist soweit auskuriert. Philipp werden wir langsam wieder an das Mannschaftstraining heranführen und müssen abwarten, wie er die Belastung verkraftet", wird Werders Mannschaftsarzt Dr. Phillip Heitmann auf der Vereinswebsite zitiert.