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Werbe-Profis müssen sich neu erfinden

Donnerstag, 16.02.2017 17:38 von

Der Umbau bei der Werbeagentur Jung von Matt geht weiter. Auch weil der Mercedes-Etat fehlte, sank 2016 der Umsatz um zehn Prozent. Bringt eine Kampagne für Angela Merkel den Hamburgern bald frischen Wind?

Die unberechenbare Nutzerschaft in den sozialen Netzwerken folgt wenigstens einer Regel: Wird ihnen eine Katze gezeigt, klickt sie munter drauf los. Dörte Spengler-Ahrens, keine große Katzenfreundin, machte sich die goldene Katzen-Regel zu nutze. Für ihren Kunden Netto, der einen ebenso großen viralen Hit landen wollte wie 2014 das Schwesterunternehmen Edeka mit „Supergeil", schuf die Kreativ-Geschäftsführerin der Hamburger Werbeagentur Jung von Matt einen albernen Katzenfilm, nur etwas mehr als eine Minute lang. Das Kalkül ging auf: Das Video wurde 2016 als der am meisten geteilte Werbefilm im Netz gefeiert. Knapp eine halbe Million Shares - ein Ritterschlag für die Jung-von -Matt-Kreativen.Erfolge wie dieser sind wichtig für die Hamburger Werbeagentur, die sich neu erfinden muss. Der Mercedes-Etat ist weg, ebenso wie die alte Werbedenke, die beharrlich um den 30-Sekunden-Fernsehspot kreiste. Digitales regiert die Werbegeschäfte. Darauf muss sich die Agentur, die aktuell 1043 Mitarbeiter beschäftigt, einstellen. Seit 2010, als sich Mitgründer Holger Jung zurückzog, baut sie um. Zum alljährlichen Presse-Essen luden die Werber, angeführt von Agenturgründer Jean-Remy von Matt und den beiden Agenturchefs Peter Figge und Thomas Strerath, am Mittwochabend ins Hamburger Schanzenviertel ein. Doch der Abend blieb erstaunlich nachrichtenarm. Ein Spiegel der Agenturrealität?

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