Wer kauft Donald Trump noch etwas ab?

Dienstag, 08.11.2016 16:20 von

Aus dem ehemaligen Immobilienmogul Donald Trump ist längst eine Marke geworden. Doch die leidet – trotz steigender Bekanntheit durch seine Kandidatur.

Es war wenige Wochen vor der US-Präsidentschaftswahl, Donald Trump hätte Wähler in Florida treffen können, dem so wichtigen US-Bundesstaat. Er hätte Reporter versammeln können, um ihnen zu zeigen, wie hart er um jede einzelne Stimme im Sonnenstaat kämpft.

Aber Trump hatte Besseres zu tun. Er lud die Berichterstatter in den Golfclub Doral bei Miami. Dessen Eigentümer: Donald Trump. Stolz präsentierte der Hausherr die edlen Säle und das akkurat gestutzte Grün, normalerweise begehbar nur gegen Mitgliedsbeiträge, die jedoch gerade für Trumps Kernwähler mit latenter Abstiegsangst unerschwinglich bleiben dürften.

Doch sein eigenes wirtschaftliches Wohlergehen war Trump an diesem Tag im Oktober wichtiger als die Gefühle seiner Wähler. Ihm ging es vor allem um eines: schöne Werbebilder für seinen Golfkomplex.

Das für einen Wahlkampf in der Endphase eher ungewöhnliche Prozedere wiederholte sich nur wenige Tage später. Da tauchte Trump mit Reportern im Schlepptau bei der Eröffnung seines neuen 212 Millionen Dollar (Dollarkurs) teuren Luxushotels in Washington auf, wenige Schritte vom Weißen Haus entfernt.

Er prahlte, das Hotel habe weniger gekostet und sei früher fertig geworden als geplant. Trump klang wie sein eigener PR-Sprecher. Nur mit Mühe schaffte er den Dreh zu seinem aktuellen politischen Hauptjob: „Das ist ein Zeichen dafür, was wir als Land schaffen können“, rief er der Besuchermenge zu, ehe er das Hotel für eröffnet erklärte. Solche Auftritte zeigen, was für ein Spagat Trumps Präsidentschaftskandidatur eigentlich ist.

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