"Wenn ihr Geld übrig habt, investiert es in Gold"

Freitag, 14.10.2016 16:20 von

Georg Wellendorff vom gleichnamigen Schmuckhersteller spricht über die ideale Größe von Unternehmen, die Absage ans Wachstum um jeden Preis und über Streit und Frieden in Familienunternehmen.

WirtschaftsWoche Online: Herr Wellendorff, in Paris sinken die Umsätze der Luxuswarenhändler in Folge der zurückgehenden Besucherzahlen nach den Attentaten. In China brechen den Herstellern von teuren mechanischen Uhren die Umsätze weg. Keine gute Zeiten für Luxus, oder?Georg Wellendorff: Jede Zeit ist gut oder schlecht für Luxus. Die Menschen werden diese Güter immer schätzen, das ist so in uns drin. Aber es gibt immer Verschiebungen innerhalb der Kulturen und der Kontinente. Den Rückgang in Asien verzeichnen wir auch, weil die Chinesen durch die hohen Steuern und die Anti-Korruptionsgesetze vorsichtiger geworden sind. Uns betrifft das allerdings etwas weniger als die Uhrenhersteller, da Schmuck nicht so im Fokus stand. Wir gehen aber davon aus, dass das eine kurzfristige Phase ist. Der Markt ist so riesengroß, der Nachholbedarf der Bevölkerung immens und deswegen gehe ich davon aus, dass in den kommenden Jahren die Nachfrage dort wieder steigen wird. Wir verbessern deswegen auch gerade unsere Lage in Peking.

China besitzt zig Städte mit mehreren Millionen Einwohnern. Sie konzentrieren sich dennoch auf Peking und Shanghai. Ist das nicht zu wenig?Viele Marken haben es in der Vergangenheit übertrieben haben mit ihrer Konzentration auf China. Wir sind da sehr vorsichtig, in den Zentren präsent sein und dann ist auch gut. Die Kundschaft reist dorthin. Sie reist sowieso viel. Wir verzeichnen auch mehr Nachfrage chinesischer Kunden in Deutschland und Österreich. Die Zeiten, in denen sie vor allem in Gruppen reisten, sind vorbei, das sind Individualtouristen.

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