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Wenn die Demokratie implodiert

Montag, 07.11.2016 17:40 von

Egal, wer demnächst US-Präsident sein wird: Alle haben verloren, die beiden Kandidaten, ihre Parteien, die Medien und – vor allem – das Ideal einer Staatsform. Es ist eine Warnung, auch für Europa. Eine Analyse.

Egal ob Fitness-Armbänder oder Facebook (Facebook Aktie), Medienkrise oder „The Avengers“ – was auch immer in den USA so erfunden wird, es kommt mit mehr oder weniger Verzögerung auch bei uns an. Insofern sollte man anfangen, sich große Sorgen um den Fortbestand unseres politischen Systems zu machen. Denn ganz egal, wer den nun endlich, endlich zu Ende gehenden Präsidentschaftswahlkampf für sich entscheiden mag – verloren haben alle: die beiden Kandidaten, ihre Parteien, die Medien und – vor allem – die Idee und das Ideal einer Staatsform: Ausgerechnet die erste Demokratie der Moderne hat uns in einem würdelosen Spektakel gezeigt, wie diese Demokratie sich selbst ad absurdum führen kann. Die Demokratie amerikanischer Prägung explodiert nicht, wie man das zum Beispiel in der Türkei gerade beobachten kann. Sie implodiert.

Wie, bitte, soll man Menschen in politisch weit weniger freien Staaten noch erklären, warum ausgerechnet die USA noch ein Vorbild für den Rest der Welt sein sollen? Weshalb dort rund sechs Milliarden Dollar (Dollarkurs) in eine PR-Schlammschlacht über die Frage gepumpt wurden, welcher von zwei offenbar ähnlich verhassten Kandidaten im Rentenalter am Ende Regierungschef werden soll? Oder wieso dieser ganz reale Wahnsinn selbst die satirisch-böse Fiktion von „House of Cards“ wie einen Taizé-Gebetskreis aussehen ließ?

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