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Weniger Tourismus durch Terrorismus

Samstag, 15.10.2016 11:40 von

Anschläge und politische Krisen in beliebten Urlaubsregionen belasten die Tourismusbranche. Das wichtige Sommergeschäft war in diesem Jahr alles andere als ein Selbstläufer. Doch es gibt auch gute Nachrichten.

Volle Strände an Nord- und Ostsee, leere Hotels in der Türkei: Verunsichert durch Anschläge und politische Krisen haben die Bundesbürger in diesem Sommer manch klassische Urlaubsziele gemieden. Das hinterlässt Spuren in der Bilanz der zu Ende gehenden Sommersaison. Auf sieben Prozent beziffern die Konsumforscher von der GfK (GFK Aktie) den Rückgang beim Buchungsumsatz in den Reisebüros. Dabei sind die Bundesbürger alles andere als reisemüde. „Insgesamt wird nicht weniger gereist“, sagt Dörte Nordbeck von der GfK.

Viele Sonnenhungrige entschieden sich in diesem Sommer für Spanien, Portugal oder Urlaub im eigenen Land statt für die Türkei oder Ägypten. Allen voran Spanien erlebte einen nie da gewesenen Ansturm. Sonne und Strand lockten allein im August nach Angaben der Statistikbehörde INE 10,1 Millionen ausländische Touristen nach Spanien. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres registrierte das Land einen Rekord von 52,5 Millionen Besuchern – gut zehn Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Bei Deutschen steht die Costa del Sol und Co. ohnehin seit Jahren an der Spitze der beliebtesten Urlaubsziele.

Griechenland lag nach Angaben des Branchenverband DRV in diesem Sommer ebenfalls im Trend. Das Geschäft mit der Türkei brach nach Terroranschlägen und dem gescheiterten Putsch hingegen ein.

„Reiseströme verschieben sich insbesondere von Nordafrika und vom östlichen ins westliche Mittelmeer“, sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft, Michael Frenzel jüngst. Das hinterlässt Spuren, zum Beispiel bei Fluggesellschaften: „Airlines klagen über hohe Flugkapazitäten, die mangels Betten nicht voll ausgelastet werden können“, erläuterte Frenzel.

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