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26.05.17
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Wells-Fargo-Chef stürzt über Skandal mit gefälschten Konten

Donnerstag, 13.10.2016 08:20 von

Am Ende war der Druck zu groß: John Stumpf, Vorstandschef einer der größten Banken der Welt, tritt nach einem Skandal um Millionen gefälschter Konten zurück. Sein Ruhestandspaket ist beachtlich.

Der Vorstandschef der US-Bank Wells Fargo (Wells Fargo Aktie) ist mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. An die Stelle John Stumpfs trete der operative Geschäftsführer Tim Sloan, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Im September hatte das Direktorium der wegen umstrittener Verkaufspraktiken in die Schlagzeilen geratenen Bank Stumpf bereits einen Aktienbonus von 41 Millionen Dollar (Dollarkurs) (37 Millionen Euro) gestrichen.

Stumpf hatte sich zuvor in einer Anhörung vor einem Senatsausschuss verantworten müssen, in dessen Verlauf sein Rücktritt und eine strafrechtliche Ermittlung gefordert wurden. Wells-Fargo-Mitarbeiter hatten ohne Erlaubnis der Kunden Millionen von Bankkonten eröffnet und Online-Banking-Aktivitäten vorgetäuscht, um die von der Unternehmensführung gesetzten Verkaufsziele zu erreichen. Als dies bekannt wurde, feuerte die Bank rund 5300 Angestellte. Sie stimmte inzwischen der Zahlung von 185 Millionen Dollar als Entschädigungen zu.

Wie oft in solchen Fällen war mit der Strafzahlung ein Deal verbunden, dass die Bank keinerlei Schuldeingeständnis zu machen brauchte. Der Vorstand glaubte deshalb, wieder zum Tagesgeschäft übergehen zu können. Doch dieses Mal wollte sich die Empörung auf politischer Seite einfach nicht legen. Mehrere Bundesstaaten beendeten ihre Geschäftsbeziehungen mit der Bank oder froren sie zeitweilig ein. Stumpf selbst geriet immer stärker in die Kritik, weil ihm die Geschäftspolitik angelastet wurde, die das Fehlverhalten der Angestellten geradezu herausgefordert habe.

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