Weitsichtig, radikal, nachhaltig

Donnerstag, 12.01.2017 10:40 von

Bereits zum neunten Mal hat das Handelsblatt wahre Pioniere der Wirtschaft ausgezeichnet. Die neuen Mitglieder der Hall of Fame der Familienunternehmen haben bewiesen, dass sie für unsichere Zeiten bestens gerüstet sind.

Das Jahr 2017 verspricht für Familienunternehmer aufregend zu werden. Ein Superwahljahr in Deutschland und ein Familienunternehmer namens Donald Trump im Weißen Haus in Washington, von dem man noch nicht weiß, ob er seiner Spezies zur Ehre gereicht.

Dabei sei doch bereits das vergangene Jahr ziemlich innovativ und disruptiv gewesen, hob Gastgeber Gabor Steingart in seinem Abendbriefing im The Charles Hotel in München an. Und die mehr als 190 Familienunternehmer schmunzelten, als der Herausgeber und Geschäftsführer des Handelsblattes beschrieb, wie eine ganze Familie ins Weiße Haus einzieht. „Wer Immobilie kann, kann auch Weißes Haus, wer goldene Wasserhähne kann, kann auch CIA. Die Kinder werden reich bedacht, alles unter Vatis Aufsicht, und auch der Schwiegersohn wird einbezogen als Berater.“

Noch lauter lachten die Unternehmer, als Steingart beschrieb, was die deutschen Familiendynastien Piëch und Porsche vorgemacht hätten. Nämlich wie Transformation funktioniert: „Von der Produktion von Autos kamen sie in hoher Taktzahl zur Produktion von Schlagzeilen.“ Und zwar nicht mit Fake News, sondern echten Nachrichten am laufenden Band aus Wolfsburg. Man darf also gespannt auf das kommende Jahr blicken. Sicher ist nichts.

Doch die neuen Mitglieder, die am Mittwochabend in die Hall of Fame der Familienunternehmen eingezogen sind, haben bereits bewiesen, dass sie mit Unsicherheit gut umgehen können. Sie sind für ihre Mitarbeiter Kompass und Ideengeber zugleich. So wie die beiden Cousins Baldwin und Nikolaus Knauf. Sie sind ein Beispiel, dass Vetternwirtschaft kein Schimpfwort sein muss, sondern zwei erfolgreiche Unternehmerleben beschreibt.

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