Weitere Verluste und Hoffnung auf viertes Quartal

Dienstag, 08.11.2016 10:40 von

Aixtron steckt in der Verlustzone fest. Auch wenn der höhere Auftragsbestand auf Umsatzsteigerungen im vierten Quartal hoffen lasse, blieben die Erlöse weiter zu niedrig, um die Kosten zu decken.

Der Spezialmaschinenbauer Aixtron, dessen Übernahme durch chinesische Investoren auf der Kippe steht, schreibt weiter rote Zahlen. In den ersten neun Monaten verzeichnete das Unternehmen unterm Strich Verluste von 30,4 Millionen Euro - das waren 11 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie Aixtron am Dienstag mitteilte. Das Betriebsergebnis (EBIT) sank um 16 Prozent auf minus 29,3 Millionen Euro, der Umsatz auf 21 Prozent auf 106,6 Millionen Euro.

Aixtron soll durch chinesische Investoren übernommen werden. Das Bundeswirtschaftsministerium hatte den Deal aber erneut auf den Prüfstand gestellt und eine Anfang September erteilte Unbedenklichkeitsbescheinigung widerrufen. Grand Chip Investment (GCI) hatte Ende Juli ein 670 Millionen Euro schweres Kaufangebot für Aixtron abgegeben. Aixtron stellt Maschinen für die Chipindustrie her. Zuletzt hatten dem Unternehmen verzögerte Aufträge, Preisdruck und hohe Entwicklungskosten zu schaffen gemacht.

Für das Geschäftsjahr 2016 rechnet der Vorstand mit Umsatzerlösen zwischen 180 und 200 Millionen Euro und einer leicht verbesserten Ertragslage. Aixtron wies aber auf „Unsicherheiten“ hinsichtlich notwendiger Zukunftsausgaben für bestimmte Produktgruppen, möglicher Restrukturierungsaufwendungen oder Konsequenzen als Folge der Übernahme durch das chinesische Unternehmen GCI hin.

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