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18:19 Uhr
ROUNDUP 2: EU vor Brexit-​Verhandlungen ungewöhnlich einig

We love shopping

Donnerstag, 12.01.2017 12:40 von

Das Brexit-Votum war eine der größten Überraschungen des Vorjahres. Trotz politischer Wirren lassen sich die Briten ihre Kauflust nicht nehmen. Für Händler wie Tesco (Tesco Aktie), Marks & Spencer oder Primark läuft das Geschäft gut.

Die Briten haben sich von dem bevorstehenden Brexit und den damit verbundenen Unsicherheiten nicht vom Shopping abbringen lassen. Aktuelle Zahlen der Einzelhandelsunternehmen zeigen, dass die Briten über die Weihnachtsfeiertage – an denen in Großbritannien viele Geschäfte geöffnet waren – einkaufen gegangen sind. Dabei gaben sie mehr Geld für Kleidung und Essen aus als im Jahr zuvor.

Besonders gut lief das Geschäft für Marks & Spencer. Das Unternehmen verbuchte ein Umsatzplus von 2,3 Prozent. Analysten hatten mit deutlich weniger gerechnet, zumal ein Jahr zuvor das britische Traditionsunternehmen sowohl bei Kleidung als auch bei Nahrungsmitteln deutlich schlechter abgeschnitten hatte, woraufhin der damalige Chef zurückgetreten war.

Auch bei der Bekleidungskette Primark ist man zufrieden: Der Mutterkonzern Associated British Foods (Associated British Foods Aktie) vermeldete für die Tochter, deren Läden zunehmend auch in deutschen Einkaufsstraßen zu finden sind, einen Umsatzanstieg von elf Prozent. Der Online-Fashion-Verkäufer Asos verkündete ebenfalls „Rekordumsätze“, und die Holding der britischen Bekleidungsmarke Superdry veröffentlichte einen Umsatzzuwachs.

Bei Großbritanniens Marktführer unter den Supermärkten, Tesco, hat es zuletzt ebenfalls laut in der Kasse geklingelt: Die Umsätze stiegen an Weihnachten im Vergleich zum Vorjahr im Heimatmarkt um 0,7 Prozent, länderübergreifend wurde ein Plus von 0,3 Prozent verbucht. „Beeindruckende Zahlen“, lobte Analyst Neil Wilson von ETX Capital.

Schließlich liefern sich die britischen Einzelhandelsunternehmen seit Jahren einen erbitterten Preiskampf. Dabei locken sie Verbraucher mit Angeboten, bei denen die Konzerne selbst keinen Gewinn machen können. Daran schuld sind auch die deutschen Discounter Aldi und Lidl, deren Angebot günstiger Produkte in Großbritannien immer mehr Anklang findet.

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