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Was will diese Frau wirklich?

Montag, 07.11.2016 10:40 von

Hillary Clinton geht als große Favoritin in die letzten Wahlkampfwochen. Doch noch immer bleibt ihre Wirtschaftsagenda vage.

Joel Benenson hatte da mal eine Frage. „Haben wir eine klare Vorstellung, an was sie glaubt und was ihre Kernbotschaft sein soll?“, wollte er in einer E-Mail von seinen Mitarbeitern wissen. „Sie“, das war Hillary Clinton, die US-Präsidentschaftskandidatin. Und Benenson sollte eigentlich besser als alle anderen wissen, woran diese glaubt. Der Politexperte ist Clintons oberster Wahlkampfmanager. Doch selbst Benenson, so liest sich seine vor Kurzem von Wikileaks enthüllte interne Korrespondenz, war offenbar nicht ganz klar, wohin Clintons Reise eigentlich gehen soll.

Und das ist ihr größtes Problem.

Die Demokratin hat allerbeste Chancen, am 8. November ins Weiße Haus einzuziehen, als erste Frau überhaupt. In den Umfragen liegt sie mal klare sechs Prozentpunkte vorne, mal gar überwältigende zwölf. Doch wer die Wählerdaten genauer studiert, entdeckt wenig Schmeichelhaftes für die Bewerberin. Fast jeder zweite Wähler, der ihr die Stimme geben möchte, tut dies nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Pew vor allem aus einem Grund, der mit ihrem Programm wenig zu tun hat: Sie wollen den Polit-Provokateur Donald Trump verhindern.

Was hingegen Clintons Vorzüge sind, wie sie die Wirtschaft aufpäppeln will, das ist vielen Amerikanern immer noch ein Rätsel – obwohl sie Hillary und ihren Mann Bill seit Jahrzehnten kennen. Oder gerade deswegen. Vor allem ihre Nähe zu „big money“, zum großen Geld, ist vielen ein Ärgernis.

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