Was Start-ups nach Hongkong zieht

Mittwoch, 28.09.2016 18:40 von

Seit gut einem Jahr macht Hongkong Werbung für sich als Start-up-Standort. Bisher sind gut 700 deutsche Unternehmen dem Ruf gefolgt. Hongkong hat Gründern viel zu bieten – wenn man es sich denn leisten kann.

"Hongkong und Berlin haben vieles gemeinsam", sagte Gregory So Kam-leung im vergangenen Jahr bei seinem ersten Berlin-Besuch. Greg So, so die Kurzform, ist Handelsminister der chinesischen Sonderwirtschaftszone Hongkong. Und die wird immer stärker zum Start-up-Magnet - auch für deutsche Gründer.

Noch kann Hongkong nicht mit Berlin konkurrieren. Schließlich wird etwa alle 20 Minuten in der deutschen Hauptstadt ein Start-up gegründet. Aber die Sieben-Millionen-Einwohnerstadt in Asien holt auf. "Die Zahl der Start-ups in Hongkong ist zwischen 2014 und 2015 um 40 Prozent gestiegen", sagt Margaret Fong. Sie ist Executive Director des Hong Kong Trade Development Council. Das HKTDC ist eine halbstaatliche Non-Profit-Organisation, die sich seit 1966 für die Förderung von Hongkonger Unternehmen einsetzt. Bei einer Erhebung für die Studie "InvestHK 2015" habe man 1558 junge Unternehmen registriert. Das seien 46 Prozent oder 493 Start-ups mehr als noch im Jahr vor Sos Deutschlandbesuch.

675 dieser Start-ups sind deutsche Unternehmen, wie die jüngsten Zahlen der Deutschen Auslandshandelskammer (AHK) in Hongkong zeigen.

Eines davon ist Soundbrenner, ein Hersteller von Wearables inklusive passender App und Plattform für Musiker. Den Hauptsitz hat das 2014 gegründete Unternehmen in Hongkong. Im Büro in Berlin werden Software und Apps programmiert. Schon drei, vier Monate nach der Gründung war für die beiden Gründer Florian Simmendinger und Julian Vogels klar: Das Unternehmen muss nach Hongkong umziehen.

"Wir sind nicht aus Marktgründen nach Hongkong gegangen, sondern wegen der Herstellung unseres Produkts: Es ist unheimlich schwierig, in Deutschland ein Start-up im Hardware-Bereich zu gründen", erzählt Simmendinger.

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