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Was Sie über den möglichen Opel-Verkauf wissen müssen

Dienstag, 14.02.2017 14:15 von WirtschaftsWoche

Wird aus der Zusammenarbeit zwischen Opel und dem französischen PSA-Konzern mehr? Peugeot (Peugeot Aktie) und Citroën prüfen eine Übernahme von Opel. Doch noch ist vieles unklar. Die Fakten in der Übersicht.

Was besagen die aktuellen Meldungen?

Zunächst hieß es in zwei Agenturberichten, dass sich der amerikanische Mutterkonzern General Motors (General Motors Aktie) sich in fortgeschrittenen Gesprächen über einen Verkauf von Opel an PSA Peugeot Citroën befinden soll. Ein Abschluss könne binnen Tagen verkündet werden.

Schnell bestätigte Peugeot die Gespräche. PSA sondiere eine Reihe strategischer Möglichkeiten mit GM, darunter auch eine mögliche Akquisition von Opel, sagte ein Sprecher der PSA Group. Ziel sei es, die Ertragskraft von PSA zu steigern.

Über den Umfang einer möglichen Übernahme ist noch nichts klar – die Formulierung des Sprechers lässt viel Spielraum. Etwa ob auch die britische Opel-Schwestermarke Vauxhall Teil der Gespräche ist oder nicht.

Opel äußerte sich nicht. Auch eine Stellungnahme der französischen Regierung und der Familie Peugeot, die jeweils 14 Prozent an dem Zwei-Marken-Konzern PSA Peugeot Citroën halten, war zunächst nicht zu erhalten.

Ergibt eine solche Übernahme Sinn?

Analysten reagierten zunächst skeptisch auf den möglichen Zusammenschluss. „Wenn sich zwei Lahme zusammentun, wird kein Gesunder daraus“, sagte ein Experte. Für GM wäre der Verkauf gut, er bezweifle jedoch, dass Peugeot mit Opel glücklich werden. Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen meinte: „Eins und Eins ergibt in diesem Fall nicht zwei, sondern eineinhalb.“

Die grundsätzliche Überlegung hinter dem Deal: Bei einigen Modellen arbeiten Opel und PSA bereits zusammen, zudem sind sie in unterschiedlichen Märkten stark. Gelänge es, auch bei weiteren Modellen auf derselben technischen Plattform unterschiedliche Autos zu entwickeln – wie es etwa der Volkswagen-Konzern seit Jahren macht – könnte das die Einkaufs-, Entwicklungs- und Produktionskosten drastisch senken.

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