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Was Politik nicht schafft, werden Gründer schon richten

Dienstag, 06.09.2016 19:20 von

Die Generation der Millennials wird von der Politik vernachlässigt. Doch Ohnmacht und Hilflosigkeit dürfen im Gründer-Zeitalter nicht die Antwort darauf sein. Ein Appell von Internet-Investor Christian Miele.

Ich habe ein Sonntagsritual. Nachdem ich früh aufstehe, setze ich mich irgendwo in ein gemütliches Frühstückscafé. Meistens eines, wo die Speisekarte auf recyceltem Papier per Hand geschrieben und auf einem Holzklemmbrett festgemacht wurde. Am Liebsten bestelle ich dann irgendwas mit Avocado und trinke frisch gepresste Säfte. Das fühlt sich gesund und richtig an. Der eigentliche Höhepunkt des Rituals ist für mich aber immer das Zeitunglesen, ohne, wie sonst eigentlich durchgehend, vom nächsten Termin gejagt zu werden.

Vor einiger Zeit dann stieß ich an so einem Sonntag in der „Zeit“ auf einen Kommentar von Alard von Kittlitz, der mich nicht mehr loslassen sollte. In seinem Stück schlägt der Autor als Vertreter meiner Generation, der Generation Y, Alarm. Er erklärt anhand von Zahlen und logischen Abfolgen, so wie ich es mag, ein Phänomen: Die Alten in Deutschland bekämen mehr und mehr Geld in Form von Rentengeschenken und die Jungen müssten das dann ausbaden, so die Argumentation.

Rein mathematisch vergeht die Politik sich hier an den Millennials. Das Konzept kann nämlich nicht funktionieren. Es gibt schlicht nicht genügend junge Menschen, um die vielen Alten, die noch viel älter werden, langfristig durchzufüttern, ohne dass diese in Altersarmut verkümmern. In meinem Kopf geht hier ein rotes Warnlämpchen an. Unangenehm wird es dann an dem Punkt, wo klar wird, dass sich dieser Umstand nicht ändern wird, sondern ganz im Gegenteil, vermutlich sogar weiterhin verschlimmern wird.

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