Was die Übernahme für Käufer Maersk und Verkäufer Oetker bedeutet

Donnerstag, 01.12.2016 13:20 von

Die Traditionsreederei Hamburg Süd geht ein ins dänische Riesenreich des Weltmarktführers Maersk – und hat so ein Zukunftsperspektive. Die ist beim Oetker-Konzern deutlich schwieriger.

Der Mann macht gewaltig Tempo – gerade mal drei Monate im neuen Job, schafft Sören Skou Tatsachen. Erst spaltet der neue Vorstandschef von Maersk den Konzern auf, in die beiden Sparten Energie und Transport. Dann beginnt er flugs mit der Umsetzung seines Wachstumsplans. Im September erst kündigte der Däne an, dass der Marktführer der weltweiten Containerschifffahrt durch Zukäufe weiter wachsen soll. Schon zwei Monate später setzt er den Plan in die Tat um: Die Skandinavier kaufen dem Bielefelder Familienkonzern Oetker die Traditionsreederei Hamburg Süd ab. Damit treiben die Dänen die laufende Konsolidierung der globalen Frachtschifffahrt weiter voran. Das weckt Hoffnungen in der Branche, die seit acht Jahren in der Krise steckt und unter großen Überkapazitäten und fallenden Transportpreisen leidet. Für Hamburg Süd ist die Übernahme deshalb die letzte Hoffnung. Denn die Reederei hätte als Einzelkämpfer in dem ruinösen Markt wohl nicht mehr lange überlebt. Hamburg Süd nimmt zurzeit Rang sieben der größten Containerreedereien der Welt ein. Mit ihrer Flotte, die eine Kapazität von 625.000 Standardcontainern hat, waren die Hamburger bisher die zweitgrößte deutsche Reederei, nach Hapag-Lloyd (Hapag-Lloyd Aktie). Die Hansestädter beschäftigen 6000 Mitarbeiter und trugen im vergangenen Geschäftsjahr mit 6,1 Milliarden Euro immerhin knapp die Hälfte zum Gesamtumsatz der Oetker- Gruppe bei. Rund fünf Milliarden Dollar (Dollarkurs) muss Maersk für die Traditionsreederei zahlen, berichten Branchendienste.

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