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Was der Commerzbank-Umbau bringen soll

Freitag, 09.09.2016 15:01 von

Die Commerzbank (Commerzbank Aktie) denkt offenbar darüber nach, ihre Mittelstandsbank aufzuspalten, ausgerechnet das einstige Aushängeschild der Bank. Welche Vor- und Nachteile ein solcher Umbau des Firmenkundengeschäfts hätte.

Die Commerzbank plant offenbar, ausgerechnet ihr einstiges Kerngeschäft, die Mittelstandsbank, aufzuspalten. Wie das "Handelsblatt" berichtet sollen kleinere mittelständische Unternehmen künftig in der Privatkundensparte mitbetreut werden, das Geschäft mit größeren, international agierenden Firmenkunden dürfte demnach in die Investmentbank von Vorstand Michael Reuther rutschen. Das Investmentgeschäft soll dafür noch weiter reduziert werden, um Risikopositionen aus dem Wertpapierhandel abzubauen.

Die Umbaupläne sind Teil der neuen Strategie, an der Vorstandschef Martin Zielke zurzeit arbeitet. Laut dem Bericht sind die Überlegungen noch nicht endgültig, sie seien aber die "favorisierte Option". Die Commerzbank wollte sich dazu auf Nachfrage nicht äußern.

Kostenseitig hätte die Aufteilung wohl durchaus Charme. Mittelstandsbank und Investmentbank würden Synergien nutzen, vor allem in der Mittelstandsbank dürften viele Arbeitsplätze abgebaut werden. Besonders im Backoffice, also der Verwaltung, will man mit der Zusammenlegung wohl viele Arbeitsplätze einsparen. Schon seit längerem heißt es in der Bank, bis zu 25 Prozent der Stellen in der Mittelstandsbank könnten wegfallen. Bisher war der Bereich von Kürzungen weitestgehend verschont geblieben, im ersten Halbjahr lag die Zahl der Mitarbeiter im Schnitt bei 5684. Laut "Handelsblatt" hielten viele Kritiker das Segment für überdimensioniert.

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