Was Alexa schon kann – und wo es hakt

Donnerstag, 27.10.2016 17:40 von

Amazons künstliche Intelligenz Alexa spricht nun auch deutsch. Zumindest ein bisschen. Wir konnten Amazons intelligenten Lautsprecher als eine der ersten testen.

Man stelle sich das mal vor: Mercedes kündigt seinen ersten, sprachgesteuerten Elektro-Kleinwagen an, warnt aber alle potenzielle Kaufinteressenten, dass der Wagen zwar fahre und sich bremsen oder lenken lasse, die Regelung von Radio, Navi oder Fensterhebern per Sprachbefehl noch – sagen wir – eher mittelzuverlässig funktioniere. Der Käufer könne aber gerne mithelfen, den Wagen – im laufenden Betrieb – zu Ende zu entwickeln. Höchst unwahrscheinlich, dass sich darauf ein Käufer einließe.

Ganz anders bei Amazons intelligentem Lautsprecher „Echo“. Bei dem wurde Amazon (Amazon Aktie) von Kaufanfragen geradezu überrollt, seit das Unternehmen Ende September in London verkündet hat, das bisher nur in den USA und Kanada vertriebene Gerät auch in Großbritannien und Deutschland auf den Markt zu bringen. Allerdings mit der entscheidenden Einschränkung, dass Echo, zumindest hierzulande, zunächst nur einem ausgewählten Kreis von Nutzern und noch dazu in einer noch nicht finalen Version tatsächlich zum Kauf angeboten werde. Mit diesem (kontinuierlich wachsenden) Kreis von de-facto zahlenden Beta-Testern werde man Echo dann bis zur endgültigen Marktreife entwickeln.

In diesen Tagen nun verschickt Amazon die ersten der begehrten Bestellangebote für die 180 Euro teure Box vom Format einer Chips-Dose. Offizielle Angaben zu Stückzahlen gibt es nicht, aber dem Vernehmen nach ist es zunächst noch ein sehr elitärer – eher vierstelliger – Kreis von Testern, die seit dem 26. Oktober tatsächlich bestellen können.Doch die Kundenzahl soll rasch wachsen, schon bald markant höher liegen. Überträgt man das Modell aus den USA, wo Amazon 2014/15 eine vergleichbare Einführungsphase durchzog, auf Deutschland, könnte der unlimitierte Verkauf von Echo hier im zweiten Quartal 2017 beginnen.

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