Warum Trump die Wall Street kalt lässt

Dienstag, 06.09.2016 12:40 von

Ökonomen warnen vor den Folgen eines Trump-Wahlsiegs, doch die US-Aktienmärkte scheinen völlig unbekümmert. Trauen die Anleger dem Präsidentschaftskandidaten der Republikaner nichts zu?

Seit Monaten mischt Donald Trump den US-Wahlkampf auf und dominiert mit seinen umstrittenen Versprechen die Schlagzeilen. Obwohl der Präsidentschaftskandidat der Republikaner es schafft, die Medien für sich zu vereinnahmen, scheint der Rummel die Wall Street bislang kalt zu lassen. Ökonomen warnen zwar vor Trumps Plänen etwa zu Handel, Steuern oder Außenpolitik - doch die Anleger kümmert das kaum. Spielt das Thema an der Börse keine Rolle?

Auf jeden Fall tut es das, meint Experte Willem Verhagen vom Vermögensverwalter NN Investment Partners: „Die US-Wahlen sind inzwischen eindeutig auf dem Anlegerradar angekommen“. Für Börsianer stehe viel auf dem Spiel, denn die Programme der beiden Kandidaten seien so unterschiedlich wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Entsprechend hoch sei die Unsicherheit für die Finanzmärkte.

Davon ist bisher allerdings wenig zu spüren. Die Anleger zeigten sich zuletzt alles andere als nervös - Mitte August schlossen die US-Leitbörsen Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq erstmals seit 1999 wieder auf Rekordhochs. Dabei stünde mit einem Präsident Trump - der massive Steuerkürzungen, weniger Freihandel und deutlich höhere Sicherheits- und Verteidigungsausgaben ankündigt - laut Volkswirten einiges Ungemach ins Haus.

„Die Konsequenzen wären eine weniger offene US-Wirtschaft, höhere Defizite, die Bevorzugung sehr reicher Bürger sowie eine schwächere Wirtschaft mit weniger Beschäftigung und höherer Arbeitslosenquote“, warnt Martin Moryson, Chefökonom von Sal. Oppenheim. Moryson schätzt die Gefahren im Fall einer Trump-Wahl sogar so hoch ein, dass er das Ereignis als Hauptgrund anführt, warum die US-Notenbank Federal Reserve derzeit noch von einer Erhöhung der Leitzinsen absieht.

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