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Warum Mittelständler so gerne umziehen

Montag, 17.10.2016 11:40 von

Deutsche Mittelständler sind in ihrem Ort verwurzelt. Das trifft auf viele Unternehmen zu, aber nicht auf alle: Einige zieht es weg von ihrem angestammten Sitz. Dafür gibt es viele Gründe, gute und schlechte.

Es gibt dieses Zitat des amerikanischen Staatsmannes Benjamin Franklin, das besagt: „Dreimal umziehen ist so schlimm wie einmal abbrennen.“ Jeder, der schon drei Umzüge hinter sich hat, kann das bestätigen.

Doch jetzt stelle man sich vor, dass es nicht nur den Ficus benjamina, Töpfe und Pfannen, Sessel, Schränke und den Partner einzupacken gilt, sondern mehrere Hundert Mitarbeiter, ebenso viele Bürostühle, Tische, Schränke, Akten und Computer. Anschließend müssen noch neue Visitenkarten gedruckt, Briefpapier entworfen und Signaturen geändert werden. Wer diesen Stress auf sich nimmt, muss einen guten Grund dafür haben. Oder gleich mehrere.

Zum Beispiel, wenn zwei Unternehmen nach einer Übernahme zu einem verschmelzen; wenn der Standort zu klein oder zu groß geraten ist; wenn die Verwaltung näher an die Produktion ziehen will; wenn Steuern oder Miete eingespart werden sollen, Umstrukturierungen notwendig sind oder das Unternehmen nicht genügend qualifizierte Mitarbeiter an den aktuellen Standort lockt – was vor allem für Mittelständler im ländlichen Raum ein Problem ist.

So vielschichtig die Gründe auch sind, aktuell kommt es in der deutschen Unternehmenslandschaft zu einer mittelgroßen Firmenwanderung. Vor einem Jahr zum Beispiel zog ein Teil der Berner-Gruppe von Künzelsau nach Köln. Auch Otto Bock, Weltmarktführer für Prothesen, hatte Probleme, die Talente ins niedersächsische Duderstadt zu locken. Die Lösung: ein neuer Standort in Berlin-Mitte.

Mobilität von Führungskräften nimmt ab

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