Top-Thema

Warum Latinos trotz allem Donald Trump wählen

Samstag, 05.11.2016 08:20 von

Vergewaltiger, Dealer, Kriminelle. Mehrfach hat Donald Trump gegen Einwanderer aus Mexiko und andere Hispanics gehetzt. Trotzdem wollen einige Latinos für Trump stimmen. Was bewegt sie?

Trompeten und Klaviergeklimper. Ein Mann singt auf Spanisch über eine verflossene Liebe. Die Finger von Victor Cuevas trommeln im Takt zu den Klängen aus den Musikboxen. Der 68-jährige Puerto Ricaner arbeitet in einem Plattenladen in „Spanish-Harlem“. In diesem Teil New Yorks, den seine Bewohner auch „El Barrio“, das Viertel, nennen, leben besonders viele Menschen Lateinamerikanischer Herkunft. Weiße sieht man dort nur wenige, das Straßenbild im Barrio dominieren Puerto Ricaner, Mexikaner, Menschen aus der Dominikanischen Republik, Afroamerikaner. Der Sänger und Schauspieler Marc Anthony stammt von hier, genau wie der Rapper Tupac Shakur.Die Menschen aus dem Barrio mögen aus unterschiedlichen Regionen stammen, in einer Sache sind sich die meisten einig. Donald Trump wählen, das geht gar nicht. Sie ärgern sich über dessen Verbalattacken gegen mexikanischen Immigranten: „Sie bringen Drogen und Verbrechen ins Land, sie sind Vergewaltiger“ oder seine Sicht auf Schwarze: „Sie leben in Kriegszonen“. Der US-Wahlberechtigte Victor Cuevas, getrimmter Vollbart, goldene Ohrstecker, Baseballkappe der New York Yankees, sieht das anders. Er will am kommenden Dienstag für Donald Trump stimmen. Für einen Rassisten hält er Trump anders als viele seiner Landsleute nicht. „Die Dinge, die Trump über Hispanics sagt, richteten sich hauptsächlich gegen illegale Einwanderer und das hat seine Berechtigung“, meint Cuevas. "Die Menschen, die hier ohne Papiere leben und nichts tun, gehören raus.“

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.