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Warum Gold wieder glänzt

Sonntag, 13.11.2016 14:40 von

In Krisenzeiten gilt Gold (Goldkurs) als verlässliche Anlage. Seit Monaten boomt die Nachfrage nach dem Edelmetall. Immer mehr Privatkunden decken sich ein. Die Hoffnung auf steigende Preise ist nicht unbegründet.

Hier ist wirklich alles Gold was glänzt: Vom Mini-1-Gramm-Stück als Geschenk der „Zahnfee“ über den Kilo-Barren bis zu Goldmünzen - das Angebot an Edelmetall ist vielfältig in der Frankfurter Zentrale von Europas größtem Goldhändler Degussa im Schatten der großen Banktürme. „Guten Morgen, ich wollte mein Gold abholen“ - diskret wird die junge Frau an einen der Schalter gelotst. Ein älteres Ehepaar blättert derweil im gut gesicherten Foyer inmitten glänzender Vitrinen in einem Katalog.

„Wir sehen seit Jahren eine Flucht in Sachwerte“, schildert Oliver Heuschuch, Leiter Edelmetallhandel bei der Degussa Goldhandel GmbH. „Der Brexit und die US-Wahl haben diesen Trend verstärkt. Der Oktober war ein Trump-Monat.“ Dass Donald Trump nun tatsächlich zum US-Präsidenten gewählt wurde, habe der Nachfrage nach Gold noch einmal einen Schub gegeben - quer durch die Gesellschaft.

„Wir dachten immer, unsere Kunden sind jenseits der 50 und Besserverdiener, aber das trifft so nicht zu“, sagt Heuschuch. „Unsere Kundschaft ist bunt gemischt: Vom Kleinanleger, der ein paar Silbermünzen kauft, bis zum vermögenden Privatkunden.“

Gold gilt als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten. „Wer Gold kauft weiß: Gold wird auch in Zukunft noch seinen Wert haben“, sagt Heuschuch. „Seit 4000 Jahren ist Gold auf dem Markt und damit die älteste Währung der Welt.“

Dazu kommt: Die Vorräte sind begrenzt. Weltweit gibt es etwa 180 000 Tonnen - eine Menge, die man bequem unter dem Brandenburger Tor oder in einem olympischen Schwimmbecken unterbringen könnte.

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