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Warum die Lufthansa trotzdem nicht nachgibt

Dienstag, 29.11.2016 14:00 von

Beim Machtkampf zwischen Lufthansa (Lufthansa Aktie) und Piloten ist kein Ende in Sicht. Einfach nachzugeben wäre besser für die Kunden - und scheinbar billiger für die Airline. Warum das für die Lufthansa trotzdem kaum in Frage kommt.

Eine Gewerkschaft hat bei Streiks in der Regel zwei Absichten. Der öffentlichkeitswirk-same Arbeitskampf soll zum einen den eigenen Leuten Einigkeit und Entschlossenheit vermitteln. Zum anderen soll er dem Arbeitgeberlager zeigen, dass ihm die Beschäftigten wirtschaftlich größere Schmerzen bereiten können als eine Lohnerhöhung.

Bei dem seit nunmehr gut drei Jahre andauernden Arbeitskampf der Piloten bei der Lufthansa sorgt die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) für das erste durch Kundgebungen. Die Flugzeugführer machen auf Transparenten und in Interviews auf ihre Not aufmerksam – auch wenn die Öffentlichkeit immer weniger nachvollziehen kann.Für den Druck sorgen nun auch aus Gewerkschaftskreisen geförderte Rechnungen, was die – inklusive der angekündigten Ausstände diesen Dienstag und Mittwoch – 27 Streiktage die Lufthansa bisher gekostet haben. Die Linie selbst nennt in ihren Geschäftsberichten einen Ertragsrückgang von gut 220 Millionen Euro für 2014 und 231 Millionen in 2015. Laut einer Übersicht des Versicherungsmaklers Getsurance dürfte die Zahl in diesem Jahr in vergleichbarer Höhe liegen.Dreimal mehr als 220 Millionen Euro oder fast 700 Millionen Euro: Damit würden die Ausstände nicht nur so viel wie zehn zusätzliche Mittelstreckenjets der A320-Familie kosten. Sie wären damit für die Lufthansa teurer als das von den Piloten geforderte Gehaltsplus von 20 Prozent. Dieses läge angesichts der knapp eine Milliarde Euro Lohnsumme für die rund 5.000 Flugzeugführer bei unter 200 Millionen Euro pro Jahr. Darum, so die naheliegende Botschaft, wäre es wahrscheinlich billiger, wenn die Lufthansa ihren Piloten endlich nach-geben würde.

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