Warum dauert das denn so lange?

Mittwoch, 31.08.2016 13:20 von

Bis sich Unternehmen für einen Bewerber entschieden haben, vergeht immer häufiger viel Zeit. Die Personaler wollen sich beim Kandidaten sicher sein und testen, testen, testen. Das Problem: Dadurch springen Bewerber ab.

Deutsche Unternehmen trödeln bei der Personalauswahl. Von der Ausschreibung einer vakanten Stelle bis zum ersten Arbeitstag des neuen Mitarbeiters vergeht immer mehr Zeit. Bei 54 Prozent der Betriebe hat sich der Einstellungsprozess in den letzten drei Jahren verlängert, bei zehn Prozent dauere es sogar erheblich länger als noch 2013, bis der oder die Richtige gefunden und eingestellt sind. Das zeigt eine Arbeitsmarktstudie des Personaldienstleisters Robert Half, für die Personaler aus 200 Unternehmen befragt worden sind. Verkürzt hat sich der ganze Prozess demnach nur bei zehn Prozent der deutschen Unternehmen.

Personaler wollen Fehlbesetzungen vermeiden

Schuld an der Entwicklung ist das Geld. Eine falsche Personalentscheidung ist nämlich richtig teuer. Einer entsprechenden Studie der Unternehmensberatung Hay Group zufolge wird mehr als jede dritte Stelle (37 Prozent) mit einer Person besetzt, die nicht optimal für ihre künftige Aufgabe geeignet ist, was die jeweiligen Unternehmen mehr als 6000 Euro pro falschbesetzter Stelle kostet. Rechnet man nicht nur die Recruitingkosten, Einarbeitung, Mitarbeiterausweise & Co. zusammen, die nun zweimal bezahlt werden müssen, sondern auch noch das quasi verschwendete Jahresgehalt, komme man auf einen wirtschaftlichen Schaden von 30.000 bis 700.000 Euro - je nach Position.

Um das zu verhindern, werden Bewerber endlos auf Herz und Nieren geprüft – beispielsweise durch zusätzliche Vorstellungsrunden. Etwa jedes vierte Unternehmen nennt eine höhere Anzahl an Bewerbungen und zusätzliche Gesprächsrunden (je 24 Prozent) als Grund dafür, dass der Einstellungsprozess immer länger wird.

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