Warum das Fernsehen sterben wird

Dienstag, 01.11.2016 14:00 von

Anspruchsvolle Stoffe und Erzählweisen gibt es nur noch bei den Streamingdiensten. Die herkömmlichen Programmsender liefern dagegen niveauloses Bügelfernsehen. Warum nur?

Erinnern Sie sich noch an den Besuch im Schallplattenladen und die magere Auswahl unter 1000 Alben? Denken Sie manchmal an den umständlichen Besuch im Reisebüro, um ihren Urlaub zu buchen? Mehr oder weniger nostalgische Reminiszenzen an eine längst vergangene Zeit. Schon bald wird auch das klassische Fernsehen dazugehören.

Im September 2015 veranstaltete Apple (Apple Aktie) eine seiner bekannten Keynotes, und der CEO des Unternehmens, Tim Cook, kündigte in gewohnter Weise eine neue Revolution an: „The Future of TV is Apps.“ Er stellte fest, dass sich das Prinzip des Fernsehens seit seinem Bestehen nicht geändert habe. Fernsehen wurde nach Sendern organisiert. Mehr als 50 Jahre galt der Grundsatz, dass die Zuschauer nur das sehen konnten, was die wenigen Programme ihnen anboten — das sogenannte lineare Fernsehen.

Unschlagbarer Vorteil

Was die Handywelt in den vergangenen Jahren verändert hat, wird, so Cook, nun auch im TV Einzug halten. Wie das Smartphone wird jeder Bildschirm viele Apps bereithalten, die neben Games und dem Wetter eben auch Fernsehsendungen anbieten.

In naher Zukunft werden Streamingdienste das Bild bestimmen. Die Anbieter des sogenannten SVoD (Subscription-Video-on-Demand) stellen Tausende von Filmen aller Art in ihrem Portfolio zur Verfügung. Gegen eine monatliche Gebühr können die Zuschauer wählen, was sie wann schauen wollen. Dabei werden in ein paar Jahren drei bis vier Platzhirsche den Markt unter sich aufgeteilt haben. Nach dem jetzigen Stand der Dinge werden dies Netflix (Netflix Aktie), Amazon (Amazon Aktie) und HBO sein. Hinzu kommen kleinere, meist nationale oder auf ein Filmgenre bezogene Anbieter. So zeigt der Streamingdienst Mubi ausschließlich Kultfilme und unabhängige Produktionen.

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