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Warum Anleger trotz Trump cool bleiben sollten

Sonntag, 20.11.2016 13:00 von

Nach dem Brexit waren die Märkte jetzt besser auf eine Überraschung vorbereitet. Trump hat sie nicht kalt erwischt. Nur Anfänger schichten um.

Paul Markham wollte ausgeruht in diesen Tag starten. Der Fondsmanager mit dem kantigen Kopf und dem kurzen grauen Haar hielt es nicht für nötig, sein Team zur Nachtschicht zu verdonnern. Zwar saß Markham am Mittwoch bereits um sechs Uhr am Schreibtisch im Londoner Büro. Aber statt umgehend auf die Nachrichten zu reagieren, beobachtete er entspannt, wie Trump den Sieg einfuhr.

Valium? Nein. Sein Rezept beschreibt Markham so: „Wir haben in den Wochen immer wieder diskutiert, welche Branchen profitieren können, wenn Trump gewinnt oder Clinton gewinnt.“ Schließlich entschieden sich die Geldverwalter dazu, möglichst weit gestreut zu investieren, um beide Varianten abzudecken. „Wir hatten“, sagt Markham, „auch gar keine andere Wahl: Trump hat nie wirklich erläutert, wie sehr er die USA von anderen Märkten abschotten will.“

Nullsummenspiel im Dax

Wer als Anleger so entspannt wie der Brite sein wollte, musste in Deutschland nur lang genug schlafen an diesem 9. November: Sah es am frühen Morgen noch nach einem Mini-Crash aus, als in Tokio das Börsenbarometer Nikkei mit fünf Prozent im Minus schloss, kam vom Dax schnell Entwarnung: Er robbte sich nach spürbaren Verlusten gegen 11 Uhr schon wieder an die Nulllinie heran, beendete den Tag sogar im Plus. Verluste in Einzeltiteln, wie etwa bei den Banken, glichen Gewinne bei anderen Aktien aus.

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