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Warten auf den Wohlstand

Freitag, 07.10.2016 17:20 von

Die Mongolei galt als aufstrebende Rohstoffmacht. Der Staat verfügt über große Kupfer-, Kohle- und Goldvorkommen sowie Zink, Uran, Erdöl, Seltene Metalle und Erden. Doch der Boom ist vorbei. Ein Ortsbesuch.

In grauen Schwaden zieht der dichte Rauch aus dem Energiekraftwerk Nummer vier in die Höhe. Es ist das größte Kohlekraftwerk der Mongolei und liefert rund zwei Drittel der Energie für die Hauptstadt Ulan Bator. Im Schatten der beiden Schlote breitet sich ein Geflecht umzäunter Fabriken aus. Matschige Wege schlängeln sich durch das Industriegebiet im Westen der mongolischen Hauptstadt. Vor allem Unternehmer aus China haben sich hier niedergelassen.

Denn die Volksrepublik ist der wichtigste Export- und Importpartner der Mongolei. Rund 90 Prozent der Ausfuhren gehen in das Milliardenreich und rund ein Drittel der Einfuhren kommt aus dem Nachbarland. China ist vor allem an den Rohstoffen der Mongolei interessiert. Der Binnenstaat zwischen China und Russland verfügt über große Kupfer-, Kohle- und Goldvorkommen sowie Zink, Uran, Erdöl, Seltene Metalle und Erden. Bodenschätze sind das wichtigste Exportgut des Landes. Das machte den Staat zu einem attraktiven Ziel für chinesische Unternehmen.

Eines davon führt Yang Hailong. Der 40-Jährige blickt von seinem Büro direkt auf die Kraftwerksschlote. Vorsichtig schlürft er heißes Wasser aus einer Tasse. Feiner Kohlestaub bedeckt seinen Schreibtisch, seinen Computer und die Zettelstapel vor ihm. "Die Chance auf das große Geld hat mich in die Mongolei gelockt", erzählt der Unternehmer. 2008 war das. China wurde von den Auswirkungen der globalen Finanzkrise gepackt.

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