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Warten auf das Signal

Mittwoch, 02.11.2016 11:20 von

Heute tagt die Federal Reserve. Beobachtet von Ökonomen und Investoren. Sie achten auf jedes Wort, das Fed-Chefin Janet Yellen von sich gibt. Wagen sich die US-Notenbanker so kurz vor der Wahl an den Leitzins?

Eine knappe Woche vor der umstrittensten US-Wahl der jüngeren Vergangenheit findet die November-Sitzung der US-Notenbank Fed statt. Auch wenn die Geldpolitiker immer wieder betonen, dass sie ihre Entscheidungen unabhängig von der Tagespolitik treffen, rechnet niemand damit, dass sie den Leitzins, der zurzeit als Spanne zwischen 0,25 und 0,5 Prozent definiert ist, ausgerechnet jetzt zum zweiten Mal nach dem ersten Schritt im vergangenen Dezember anheben.

Zu groß wäre die Gefahr, dass ihnen das in irgendeiner Weise als politisches Signal ausgelegt würde, etwa als Hilfe für die regierenden Demokraten, weil eine Zinserhöhung ja für eine gesunde Wirtschaft spricht. Außerdem ist nach einer derart umstrittenen Wahl nicht auszuschließen, dass die Kapitalmärkte bei einem überaschendenden Ergebnis, etwa einem Sieg von Donald Trump, negativ reagieren. Und die Märkte haben die Notenbanker durchaus im Blick, obwohl die Währungshüter auch da immer wieder betonen, sie handelten unabhängig von kurzfristigen Entwicklungen.

Investoren und Ökonomen werden aber sehr sorgfältig auf die Wortwahl der Fed in ihrem Statement achten. Zuletzt hieß es dort, Fed-Chefin Janet Yellen und ihre Kollegen warteten auf „noch mehr Anzeichen“ für einen Fortschritt der US-Wirtschaft hin zu den Zielen der Notenbank. Sollte es nach der November-Sitzung heißen „noch etwas mehr Anzeichen“, dann wäre das als eine verhaltene Ankündigung der nächsten Zinserhöhung im Dezember zu werten, glaubt Volkswirt Michael Feroli von JP Morgan.

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