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Wann kommt der Einstieg in den Ausstieg?

Donnerstag, 06.10.2016 18:00 von

Spekulationen über ein Zurückfahren der EZB-Anleihekäufe haben an den Märkten für Unruhe gesorgt. Trotz des Dementis der Notenbank fordern Ökonomen eine Ausstiegstrategie. Die dürfte allerdings nicht einfach werden.

Nichts ist an den Märkten so gefürchtet wie das Wort vom „Ausstieg“ aus der lockeren Geldpolitik. Investoren reagieren darauf ungefähr so allergisch wie Menschen mit Laktose-Intoleranz auf einen Milchkaffee.Für entsprechende Unruhe hat deshalb ein Bericht der Agentur Bloomberg von Dienstagabend gesorgt, worin es unter Berufung auf einen nicht genannten Notenbankvertreter heißt, dass die Währungshüter das Volumen ihrer Anleihekäufe in monatlichen Schritten um je zehn Milliarden Euro verringern könnten. Die EZB dagegen verwies auf ein Statement von Mario Draghi, wonach der Rat auf seiner letzten Sitzung nicht über das Thema diskutiert habe. Die Finanzierungsbedingungen müssten so gestaltet bleiben, das sie zu einer Erholung der Konjunktur und der Inflationsentwicklung beitragen, hieß es in dem am Donnerstag veröffentlichten Protokoll der EZB-Zinssitzung vom September. „Es ist daher von entscheidender Wichtigkeit, das sehr erhebliche Ausmaß geldpolitischer Unterstützung aufrecht zu erhalten.“ Der EZB-Rat solle sich dabei aber nicht über Gebühr von Markterwartungen beeinflussen lassen.

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