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VW will trotz Diesel-Rückschlägen von Mexiko aus wieder angreifen

Dienstag, 04.10.2016 05:22 von

PUEBLA (dpa-AFX) - Der Abgas-Skandal hat VW in seinem weltweit zweitgrößten Werk im mexikanischen Puebla ein Fünftel der Belegschaft gekostet. Es habe sich dabei um die 20 Prozent der Angestellten mit befristeten Verträgen gehandelt, sagte Volkswagen-Landeschef Andreas Hinrichs am Montag (Ortszeit) in Puebla. "Die konnten wir nicht verlängern, die mussten nach Hause gehen. Die werden wir aber jetzt sukzessive wieder einstellen." VW beschäftigt in Puebla derzeit 13 500 Menschen. Hinrichs stellte in Aussicht, "fast die gleiche Anzahl" der damals entlassenen Mitarbeiter wieder erneut befristet an Bord zu holen. Das Werk in Puebla hängt zu 60 Prozent von den USA als Exportmarkt ab - die USA sind nach China der weltgrößte Pkw-Markt.

Dort hatte die vor rund einem Jahr ausgebrochene Abgas-Krise zu einem Diesel-Verkaufsstopp geführt und den VW-Absatz einbrechen lassen. Die Fabrik in Puebla hatte im Rekordjahr 2012 rund 605 000 Fahrzeuge von den Bändern rollen lassen. Dieses Jahr dürfte es auf nur gut 400 000 Wagen hinauslaufen, sagte Hinrichs. "Das wird aber im nächsten Jahr wieder deutlich steigen", meinte der Manager. Die Marke der 600 000 stehe mittelfristig wieder als Messlatte. "Mit den neuen Fahrzeugen, die wir hier in den nächsten Jahren implementieren, wird uns das auch wieder gelingen", betonte er. Unter anderem startet Anfang 2017 die Langversion des VW-Tiguan in Puebla. Die 21,5 Zentimeter längere Sieben-Sitzer-Version des normalen Tiguan soll nach der Hochlaufphase 130 000 Mal pro Jahr von den Bändern rollen. Dafür erweitert VW das Werksgelände derzeit, das Projekt kostet rund eine Milliarde Euro./loh/DP/zb