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VW lässt Rolle in brasilianischer Militärdiktatur extern untersuchen

Donnerstag, 03.11.2016 12:00 von

WOLFSBURG/SAO PAULO (dpa-AFX) - Der VW-Konzern gibt seiner Aufarbeitung zu mutmaßlichen Menschenrechtsverstößen während des Militärregimes in Brasilien eine breitere Basis. "Wir wollen Licht in die dunklen Jahre der Militärdiktatur bringen sowie das Verhalten der damals Verantwortlichen in Brasilien und gegebenenfalls auch in Deutschland aufklären lassen", sagte die Chefin des Vorstandsbereichs Integrität und Recht, Christine Hohmann-Dennhardt, am Donnerstag. Für eine unabhängige wissenschaftliche Untersuchung der womöglich bis in die 1980er Jahre zurückreichenden Vorgänge habe der Konzern daher den Historiker Christopher Kopper von der Uni Bielefeld beauftragt.

Kopper solle "möglichst rasch" beginnen und dafür auch nach Brasilien reisen. Zwischenergebnisse berichte er an einen internen Beirat. Seine Arbeit dürfte ein Jahr dauern. Das abschließende Gutachten solle "dann einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden".

Volkswagen (VW Aktie) sieht sich seit Jahren dem Vorwurf ausgesetzt, das Regime zwischen 1964 bis 1985 unterstützt und beispielsweise schwarze Listen über Mitarbeiter erstellt zu haben./loh/DP/fbr