VW: Alles hat ein Ende, nur die Klagewelle nicht?

Montag, 19.09.2016 10:26

Kommentar von Norman Stepuhn

Liebe Leser,

wie aus einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zu entnehmen ist, wollen die Bundesländer Hessen und Baden-Württemberg den Autobauer VW im Zusammenhang mit der Dieselaffäre verklagen. Der Vorwurf, den die Länder äußern, entspricht jener Anschuldigung, welche ebenfalls von vielen privaten Anlegern gegenüber den Wolfsburgern artikuliert wird – die lasche Informationspolitik im Zuge der Abgasaffäre. Schon im August hatte das Bundesland Bayern eine ähnlich gelagerte Klage avisiert.

Thomas Schäfer, Finanzminister von Hessen, präzisierte die Sachlage. Er wirft dem Autoriesen vor, dass öffentliche Fonds, die über VW-Aktien finanziert wurden, infolge der Dieselaffäre beträchtlichen Schaden genommen hätten. Die Pensionsfonds dienen als Rücklage zur Versorgung von Beschäftigten der betreffenden Länder. Schäfer bemisst den Schaden für Hessen auf 3,9 Millionen Euro und die Verlustsumme für Baden-Württemberg auf 400.000 Euro.

Weitere Bundesländer sehen von einer Schadensersatzklage gegen VW ab, da die dortigen Pensionsrücklagen nicht über Aktien finanziert werden. Auch das Land Niedersachsen, das mit etwa 20 % an dem dort heimischen Konzern beteiligt ist, will keine gerichtlichen Schritte einleiten.

Der im Herbst letzten Jahres beginnende Abgasskandal lässt die Wolfsburger nach wie vor nicht los. Die Liste der Anspruchsteller gegenüber VW scheint jedenfalls beinahe täglich größer zu werden. Das Ausmaß der Affäre und auch die damit verbunden Kosten sind bereits zum jetzigen Zeitpunkt kaum überschaubar.

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