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Vorsicht vor dem „Dash“-Button

Samstag, 17.09.2016 11:40 von

Der neue Bestellknopf des Onlinehändlers Amazon (Amazon Aktie) sollte den Kunden das Leben einfacher machen. Doch Experten und Verbraucherschützer sehen große rechtliche Probleme – mit heiklen Folgen für den Käufer.

Auf den ersten Blick sieht es völlig unproblematisch und ungemein praktisch aus. Ein kleiner Button, an der Kaffeemaschine befestigt, sorgt dafür, dass der Nachschub niemals stockt. Kaum gehen die Kapseln zur Neige, reicht ein Druck auf den Knopf und man hat bei Amazon neuen Kaffee bestellt. Genau so einfach kann der Kunde Zahnpasta, Waschmittel oder Rasierklingen nachbestellen.

Doch der sogenannte „Dash Button“, den Amazon jetzt auch in Deutschland eingeführt hat, hat einen entscheidenden Haken: Nach Einschätzung von Experten ist er nach europäischen Gesetzen nicht zulässig. „Der Amazon Dash Button ist rechtswidrig“, urteilt Martin Rätze, Rechtsexperte bei Trusted Shops, einem Unternehmen, das Gütesiegel für Webshops vergibt. „Die europäische Rechtslage lässt das Modell ,Amazon Dash-Button‘ aktuell nicht zu.“ Über ein solches Modell werde das in Deutschland sehr hohe Verbraucherschutzniveau umgegangen.Amazon sieht das natürlich anders. „Der Schutz der Interessen unserer Kunden ist für uns von überragender Bedeutung – und dies wird auch mit dem Dash Button gewährleistet. Wir sind überzeugt, dass der Dash Button und die zugehörige App mit geltendem Recht im Einklang stehen", teilte Amazon auf Nachfrage des Handelsblatts mit.Trusted Shops dagegen sieht gleich eine ganze Reihe von problematischen Punkten. Es fehlten die meisten Pflichtinformationen, über die der Kunde nach dem strengen deutschen E-Commerce-Recht vor dem Kauf aufgeklärt werden müsste. Amazon weist darauf hin, dass der Kunde alle Informationen über die Amazon Shopping App bekommt – viele aber erst nach getätigter Bestellung. Rechtlicher Streit ist geradezu programmiert.

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