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Vorschläge von Atomausstiegs-Kommission frühestens Mitte April

Montag, 29.02.2016 17:15 von

BERLIN (dpa-AFX) - Die Arbeiten an einem Plan für den Rückbau der Atomkraftwerke und die Entsorgung der Altlasten dauern aufgrund anhaltender Differenzen länger als geplant. Sie werden sich bis mindestens Mitte April hinziehen, wie am Montag aus der zuständigen Regierungskommission in Berlin verlautete. Das Gremium werde voraussichtlich am 22. März sowie am 13. April nochmals tagen.

Nach wie vor gebe es keine Einigung darüber, in welchem Ausmaß sich die Energiekonzerne an den Folgekosten der Atomenergie beteiligen, hieß es. Ursprünglich wollte die Kommission an diesem Montag das letzte Mal verhandeln und dann ihre Vorschläge vorlegen.

Die von der Regierung eingesetzte Expertenkommission hatte zuletzt vorgeschlagen, dass die Unternehmen für den Rückbau der Atommeiler sowie die Atommüll-Behälter verantwortlich sein sollen - bei voller Nachhaftung. Der Staat würde die End- und Zwischenlagerung abgebrannter Brennelemente übernehmen und dafür einen von den Konzernen finanzierten Fonds auflegen. In diesen müssten die vier Versorger einen Teil ihrer Milliarden-Rückstellungen zahlen.

Das Risiko möglicher Mehrkosten für die Endlagerung übernimmt dem Vernehmen nach "ab einem gewissen Zeitpunkt" jedoch der Staat. Ziel ist es, die Rückstellungen der Atomkonzerne dauerhaft zu sichern./sl/DP/men