Vonovia braucht kein frisches Kapital

Donnerstag, 17.11.2016 10:20 von

Vonovia will den Konkurrenten Conwert schlucken. Das kann sich der Wohnungskonzern auch ohne frisches Kapital leisten - selbst, wenn alle Conwert-Aktionäre eine Barabfindung fordern würden.

Deutschlands größter Wohnungskonzern Vonovia (Vonovia Aktie) kommt bei der Übernahme des österreichischen Konkurrenten Conwert ohne frisches Kapital aus. Selbst wenn sich alle Aktionäre von Conwert für eine Barabfindung statt für Vonovia-Aktien entscheiden würden, hat das Bochumer Unternehmen nach eigenen Angaben vom Donnerstag genügend Geld für den milliardenschweren Zukauf.

Einschließlich Schulden kostet die Übernahme Vonovia bis zu 2,7 Milliarden Euro. Allein für die Conwert-Aktien bietet Vonovia rund 1,6 Milliarden Euro. Die 24.500 Conwert-Wohnungen liegen zum größten Teil in deutschen Städten wie Leipzig und Berlin.

Die von Vonovia gebotenen 16,16 Euro je Aktie sind für die Anteilseigner des Wiener Unternehmens derzeit attraktiver als der Umtausch in Vonovia-Papiere. Bei einem Kurs von 30,45 Euro errechnet sich ein Wert von 15,12 Euro je Conwert-Aktie. Als Vonovia-Chef Rolf Buch das Angebot Anfang September angekündigt hatte, war das noch umgekehrt. Conwert notierten am Donnerstag bei 16,14 Euro.

Conwert-Großaktionär Adler Real Estate (ADLER Real Estate Aktie) hat sich aber verpflichtet, das Umtauschangebot anzunehmen, das offiziell am Freitag anläuft und bis zum 19. Dezember befristet ist. 27,2 Prozent an Conwert hat Vonovia damit schon sicher. Die Übernahme kommt nur zustande, wenn die Conwert-Anteilseigner sich von mehr als 50 Prozent ihrer Aktien trennen. Vonovia hält sich laut der Angebotsunterlage offen, ob die restlichen Conwert-Aktionäre zwangsweise abgefunden werden sollen, wenn der Bochumer Konzern am Ende bei mehr als 90 Prozent der Anteile landet. Vorerst soll die Conwert-Aktie weiter an der Wiener Börse gehandelt werden.

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