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Vom Star zum Notfallpatienten

Montag, 10.10.2016 08:40 von

Die Staatseinnahmen Nigerias hängen zu 75 Prozent vom Öl (Rohöl) ab. Die Halbierung des Ölpreises trifft das Land ins Mark. Zudem sind Raffinerien so marode, dass der Ölproduzent selbst auf teure Benzineinfuhren angewiesen ist.

Nirgendwo in Afrika klaffen Anspruch und Realität weiter auseinander als in Nigeria, dem mit rund 175 Millionen Menschen bevölkerungsreichsten Staat des Kontinents. Spätestens seitdem das Land Südafrika vor drei Jahren als größte Volkswirtschaft in Afrika überholt hat, war der Ölstaat Liebling von Unternehmensberatern. Doch mit dem Absturz des Ölpreises und dem damit verbundenen Niedergang wird klar, dass das Land es seit Jahrzehnten versäumt hat, seine vom Öl abhängige Wirtschaft zu diversifizieren.

Die Staatseinnahmen hängen zu 75 Prozent vom Öl ab. Da trifft die Halbierung des Ölpreises seit Mitte 2014 das Land ins Mark. Zumal die Ölproduktion auf derzeit nur noch 1,4 Millionen Barrel am Tag und damit um fast ein Drittel gesunken ist. Ein Grund sind die Sabotageakte militanter Gruppen im Nigerdelta, der Schatzkammer des Landes.

Der Zustand seiner Raffinerien ist symptomatisch für die Lage des Landes. Sie sind seit langem derart marode, dass der weltweit achtgrößte Ölproduzent paradoxerweise auf teure Benzineinfuhren angewiesen ist. Schätzungen gehen zudem davon aus, dass bis vor kurzem rund die Hälfte der Erdöleinnahmen in privaten Taschen versickert ist - mutmaßlich Hunderte von Milliarden Dollar (Dollarkurs) seit Entdeckung der Ölfelder im Nigerdelta in den frühen 1970er-Jahren.Die Folgen der einseitigen Ausrichtung sind verheerend: Nach einem Wachstum von fast sieben Prozent 2014 prognostiziert der Internationale Währungsfonds nun für dieses Jahr ein Schrumpfen der Wirtschaft um bis zu zwei Prozent. "Die gesamte Wirtschaft ist von der Ölindustrie nach unten gezogen worden", sagt John Ashbourne von Capital Economics in London. "Jeder Motor stottert."

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