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Volkswagens Vorkämpfer wird 60

Montag, 12.09.2016 12:00 von

Seit elf Jahren ist Bernd Osterloh der mächtigste Betriebsrat der Republik. Nun wird er 60 Jahre alt – fast zeitgleich mit dem ersten Jahrestag der bisher größten Bewährungsprobe für VW.

Sätze wie „Ohne den mächtigen Betriebsrat geht bei Volkswagen (VW Aktie) gar nichts“ hört Bernd Osterloh nicht gerne. Denn darin schwingt auch immer mit, die ungewöhnlich große Mitbestimmung bei VW sei womöglich zu groß - und somit Teil der Probleme bei dem Autobauer.

Osterloh ist Volkswagens oberster Betriebsrat. Er ist 1,90 Meter groß, wiegt 100 Kilo, trägt Glatze und das Herz auf der Zunge. Ein Satz von ihm kann reichen und die Branche horcht auf. Das können nur wenige bei VW für sich beanspruchen. Am 12. September wird Osterloh 60. Aber erste Anflüge von Altersmilde gebe es noch lange nicht, meldet sein Umfeld.

Wie auch, in diesen Zeiten? Abgas-Krise, gewinnschwache VW-Kernmarke, Verluste in Brasilien und Russland - und die Branche befindet sich in einem grundlegenden Wandel: hin zu Elektroautos und autonomem Fahren. Ende September wird die Diesel-Krise ein Jahr lang toben. Osterloh dazu: „Die letzten zwölf Monate waren einfach nur scheiße.“

Ohnehin ist er gerne direkt: Eine „Katastrophenveranstaltung“ seien die USA für VW, sagte Osterloh 2014 über den hinter China weltgrößten Automarkt. Der damalige Konzernchef Martin Winterkorn soll das geschäftsschädigend genannt haben. Osterloh soll entgegnet haben, er könne ja mit der verfehlten Modellpolitik in anderen Märkten weitermachen.

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