Volkswagen: Der nächste auf der Abschussliste

Montag, 19.09.2016 12:41

Kommentar von Hermann Pichler

Lieber Leser,

bei Volkswagen muss im Zuge der Abgasaffäre einem Medienbericht zufolge ein weiterer Top-Manager seinen Hut nehmen. Wie die „Bild am Sonntag“ schreibt, soll Entwicklungschef Stefan Knirsch bei der VW-Tochter Audi unmittelbar vor dem Aus stehen und in den kommenden Tagen aus dem Unternehmen ausscheiden. Das Blatt nennt dabei keine Quellen und weder der Mutterkonzern noch Audi oder dessen Betriebsrat wollten die Personalie kommentieren.

Grund für den Rauswurf sollen Ermittlungsergebnisse des von Volkswagen beauftragten US-Anwaltsbüros Jones Day sein. Diese hätten ergeben, dass Knirsch schon früh von der Manipulationssoftware bei 3.0-Liter-Diesel-Motoren gewusst hatte und dann eine falsche eidesstaatliche Erklärung abgegeben habe. Der Skandal um manipulierte Stickoxid-Werte hatte bereits seinem Vorgänger Ulrick Hackenberg und weiteren Entwicklungsvorständen das Amt gekostet. Volkswagen hatte vor fast genau einem Jahr auf Drängen der US-Umweltbehörde EPA zugegeben, Abgaswerte bei offiziellen Tests mittels einer Software geschönt zu haben. Im normalen Straßenbetrieb schaltete sich diese Software ab und sorgte so für einen höheren Schadstoffausstoß. Weltweit sollen rund 11 Mio. Dieselfahrzeuge diverser Volkswagen-Marken mit der Betrugssoftware ausgestattet worden sein.

Knirsch war erst Anfang 2016 zum neuen Entwicklungschef beim Oberklassehersteller Audi aufgestiegen. Zuvor arbeitete er als Leiter der Aggregate-Entwicklung bei der Volkswagen-Tochter. Nachdem er seine Karriere bei Audi begonnen hatte, führten ihn spätere Stationen auch zu Porsche und zum Automobilzulieferer Rheinmetall.

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