Top-Thema

10:34 Uhr +0,25%
DAX-Check: Jahresendrallye steht nicht mehr viel im Wege

Volkssport: Hillary hassen

Montag, 07.11.2016 10:40 von

Sie sah schon aus wie die sichere Präsidentin. Doch dann kam eine alte Mail-Affäre, die Amerikaner sind entrüstet. Das FBI hat Hillary Clinton mittlerweile entlastet, aber die Amerikaner trauen ihr nicht.

Sidney Blumenthal ist ein netter älterer Herr, natürlich verabredet er sich immer gern auf einen Kaffee, in einer Hotelbar einen Steinwurf vom Weißen Haus. Dort hat der Exjournalist Blumenthal lange gearbeitet, er war Kommunikationsberater von Bill und Hillary Clinton während der Lewinsky-Affäre, so was schweißt zusammen, bis heute. Blumenthal, 67, gilt als einer der besten Freunde von Hillary, und sitzt man länger mit ihm zusammen, blickt er früher oder später auf sein Display und sagt, er müsse los, eine wichtige E-Mail.

Womöglich von Hillary?

Wie häufig Blumenthal ihr mailte– manchmal zigmal am Tag, bisweilen nah an Mitternacht –, ist haarklein nachzulesen, seit die Internetplattform WikiLeaks gehackte E-Mails von Vertrauten der demokratischen Präsidentschaftskandidaten öffentlich gemacht hat und diese nun (wieder) die amerikanische Bundespolizei FBI beschäftigen. Deren Direktor James Comey nahm vorigen Freitag, elf Tage vor dem nationalen Urnengang, wieder eine Ermittlung auf, ob Clinton als Außenministerin bis 2013 durch die Nutzung eines privaten E-Mail-Servers die „nationale Sicherheit“ gefährdet habe. Der Server stand im Keller von Clintons Wohnhaus in Chappaqua bei New York (ein Domain-Name, ganz schön optimistisch: www.presidentclinton.com). Von dort jagte sie E-Mails in alle Welt, obwohl die IT-Experten des Ministeriums ihr dringend einen öffentlichen Server empfohlen hatten – und jeder stinknormale Diplomat in der Regel gefeuert würde, wäre er ähnlich „privat“.

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.