Viele Scharmützel – und ein bisschen Einigkeit

Mittwoch, 31.08.2016 15:00 von

In ihrer Kritik an der EZB sind sich Georg Fahrenschon und John Cryan einig. Doch abseits der Geldpolitik kommen Sparkassen und Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) nicht zusammen. Dabei geht es um Kundennähe – und zu große Konkurrenz.

Für den Präsidenten des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Georg Fahrenschon, ist die nächste Finanzkrise schon in Sicht. „Sie wird ihre Ursache in einer falschen Regulierung und einer fatalen Geldpolitik haben“, sagte Fahrenschon auf der Handelsblatt-Tagung „Banken im Umbruch“ am Mittwoch in Frankfurt.

„Man kann nicht Preismechanismen in der Finanzwirtschaft außer Kraft setzen, Marktmechanismen an Wertpapiermärkten beschädigen, Kreditinstitute mit hohen Regulierungskosten belegen und dann erwarten, dass Kreditinstitute massiv Eigenkapital aufbauen können, um ihre Stabilität zu erhöhen“, kritisierte Fahrenschon.

Damit schloss sich der Verbandschef der Kritik von Deutsche-Bank-Chef John Cryan an der Europäischen Zentralbank (EZB) an. Die Geldpolitik wirke den Zielen entgegen, die Wirtschaft zu stärken und das europäische Bankensystem sicherer zu machen, sagte Cryan.

Fahrenschon folgerte: Es sei wichtiger denn je, schrittweise den Ausstieg „aus der fatalen Geldpolitik zu organisieren“. Wenn die Politik nicht zudem die Rahmenbedingungen für Banken verbessere, müsste sie die Steuerzahler auf neuerliche Gefahren für die Stabilität der Finanzmärkte vorbereiten.

Mit den Themen Regulierung und Geldpolitik war es dann allerdings vorbei mit den Gemeinsamkeiten zwischen dem Deutsche-Bank-Chef und dem Sparkassen-Lobbyisten. Nicht zustimmen mochte der Verbandspräsident der Analyse Cryans, dass die hohe Bankendichte in Deutschland und die starke Konkurrenz zu einer Ertragserosion führe – eine These, die auch Commerzbank-Chef Martin Zielke bekräftigte. Mit Blick auf die Sparkassen meinte Cryan, dass es viele Banken in Deutschland gebe, die auf keine attraktive Rendite angewiesen seien, da sie öffentliche Eigner hätten und keinen Bezug zum Kapitalmarkt.

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