Video-App Vine wird eingestampft

Donnerstag, 27.10.2016 19:20 von

Twitter-Chef Jack Dorsey kämpft derzeit mit Gegenwind aus allen Richtungen. Um Kosten zu senken, werden jetzt Hunderte Jobs gestrichen. Auch die Video-App Vine muss dran glauben.

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat den nächsten großen Stellenabbau und die Einstellung der Video-App Vine angekündigt. Etwa neun Prozent der weltweiten Belegschaft sollten entlassen werden, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Zuvor hatten US-Medien über bevorstehende Kündigungen von rund 300 Angestellten berichtet. Zuletzt hatte Twitter etwa 3860 Mitarbeiter.

Das angeschlagene Unternehmen hatte bereits vor einem Jahr bei der Rückkehr des Mitgründers Jack Dorsey an die Vorstandsspitze etwa acht Prozent der Jobs gestrichen. Der nun beschlossene Nachschlag ist Teil eines strukturellen Umbaus, der vor allem auf Verkauf und Marketing zielen und helfen soll, 2017 profitabel zu werden.

Zudem kündigte Twitter überraschend an, die Kurzvideo-App Vine nach rund vier Jahren einzustellen. Der Schritt solle in den kommenden Monaten vollzogen werden, hieß es in einem Blogeintrag. Der Community wurde versprochen, die Website online zu halten, so dass weiter Zugang sowie die Möglichkeit zum Herunterladen der zahlreichen Clips besteht. Twitter hatte Vine im Herbst 2012 gekauft, setzt inzwischen aber stärker auf die Livestreaming-App Periscope.

Die Sparmaßnahmen zeigen, unter welchem Druck Twitter steht. Für das dritte Quartal meldete das Unternehmen einen Verlust von 103 Millionen US-Dollar (94 Mio Euro). Im Vorjahreszeitraum war ein Minus von 131 Millionen Dollar (Dollarkurs) angefallen. Den Umsatz konnte Twitter indes um acht Prozent auf 616 Millionen Dollar steigern. Damit schwächte sich das Wachstum zwar weiter ab, dennoch wurden die Erwartungen der Analysten übertroffen.

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